2015 Audi RS3 Sportback kostet angeblich 56.600 Euro

Audi RS 3 Sportback

Es kursiert das Gerücht, der neue Audi RS3 Sportback (367 PS) soll zum Preis von 56.600 Euro angeboten werden. Noch ist seitens Audi nichts offizielles bekannt, damit wäre der Ingolstädter fast 7.000 Euro teurer in der Anschaffung als der Mercedes-Benz A45 AMG (360 PS). Immerhin kann man für diesen Mehrpreis auch mehr beim örtlichen Tuner aus dem Aggregat holen. Wo beim Daimler aktuell bei circa 400 PS Schluss ist, will ABT sportsline mit dem 2.5 TFSI Fünfzylinder-Turbomotor die 500 PS-Marke anpeilen.

Die theoretisch aufgerufenen 56.600 Euro entsprechen exakt dem Preis des Facelift im Audi RS Q3. Es ist wohl davon auszugehen, dass Audi den RS3 Sportback ab Werk mit einigen Extras ausstatten wird, um dem Mehrpreis gegenüber dem Stuttgarter gerecht zu werden. Möglichkeiten sind hierbei spezielle RS-Felgen, LED-Scheinwerfer (Matrix-LED wird aufpreispflichtig sein), die schon serienmäßig verbaut sind.

Audi RS 3 Sportback

Einen groben Überblick zum RS3 Sportback mit nunmehr 367 PS und 465 Nm Drehmoment haben wir euch bereits gegeben. Nun gehen wir noch einen Tick mehr ins Detail. Die Werksangabe von 4,3 Sekunden auf 100 km/h wird nicht zufällig gewählt sein, denn sie ist auch noch etwas schneller als die beste Zeit, die je mit einem A45 AMG gemessen wurde. Entriegeln lässt sich der Stuttgarter nur beim Tuner, Audi bietet das optional an, schiebt dann eben erst bei 280 km/h den Riegel vor.

Der 2.5 TFSI Fünfzylinder Turbomotor erfüllt nun die EU6 Abgasnorm, dass war mit wohl die größte Herausforderung, denn im letzten RS3 war so etwas wie ein „sauberes sportliches Auto“ kein wirkliches Thema. Die charakterliche Akustik wird auch in der neusten Generation durch die Zündfolge 1 – 2- 4 – 5 – 3 beibehalten. Durch zwei Klappen im Abgasrohr wird je nach Last und Drehzahl das Klangerlebnis noch etwas verändert und intensiver. Über das drive select System kann der Fahrer selbst steuern, ob er es etwas ruhiger angehen lässt oder in dynamic voll aufdreht. Wer will bekommt auch eine Sportabgasanlage, was die besser kann, wurde noch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Audi RS 3 Sportback

Die Literleistung von 148 PS (108,9 kW) ist heutzutage kein voller Durchbruch mehr, aber wie gesagt, die 2.480 Kubikzentimeter warten nur darauf endlich bei den Tunern vorzufahren. Das Drehmoment von 465 steht nun in seiner ganzen Fülle bereits ab 1.625 U/min bereit und kann bis 5.550 Touren gehalten werden. Das ist ordentlich und sticht den A45 AMG (450 Nm bei 2.250 bis 5.000 U/min) deutlich aus. Ob er wirklich nur die 8,1 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer (189 Gramm CO2 pro km) benötigt müssen die ersten Tests zeigen, hier wiederum konnte der Daimler schon im Test beweisen, dass es auch deutlich drunter geht.

Der Motor selbst wiegt insgesamt circa 180 Kilogramm, das Kurbelgehäuse wird aus Vermikulargraphitguss gefertigt und nur handverlesene Fachleute, dürfen den Motor im ungarischen Audi-Werk einbauen. Der Turbolader baut bis zu 1,3 bar Ladedruck auf, insgesamt liegt die Verdichtung bei 10,0:1, die Gemischbildung wird weiter durch eine um 42 Grad verstellbaren Nockenwellen verbessert.

Audi RS 3 Sportback

Die Siebengang S tronic leitet die Kräfte über drei Wellen – eine Antriebs- und zwei Abtriebswellen. Neue Detaillösungen bei der Befüllung der Kupplungen mit Öl und bei der Zusammenarbeit mit dem Motor machen die Gangwechsel nochmals schneller; im Modus dynamic des Fahrdynamiksystems Audi drive select wird jeder Schaltvorgang von einem Zwischengasstoß begleitet. Geschaltet kann über die Wippen am Lenkrad oder vollautomatisch im S-Gang. Die Übersetzung soll laut Audi kurz sein, nur der siebte Gang ist verbrauchsoptimiert lang übersetzt. Die Launch Control ist natürlich obligatorisch ebenfalls an Bord.

Der permanente Allradantrieb quattro ist um eine elektronisch gesteuerte, hydraulisch betätigte Lamellenkupplung herum gebaut. Sie sitzt an der Hinterachse, dass soll die Gewichtsverteilung optimierten, laut Audi werden zwischen 50 bis 100 Prozent der Antriebskräfte auf die Hinterachse verteilt. Der Druckspeicher entfällt – spart 1,4 Kilogramm – eine elektrische Pumpe übernimmt diese Arbeit und baut einen maximalen Öldrück von 38 bar auf, um die Kupplung anzusteuern. Die Steuerung ist auch an das drive select System angebunden.

Audi RS 3 Sportback

Es fehlt ein mechanische Sperrdifferential, so wird durch kleine Bremseingriffe (radselektive Momentenverteilung) das kurveninnere Rad entschleunigt und sorgt so für ein aktives Eindrehen der Karossiere. Die Räder sind 19 Zoll groß und ab Werk mit 235/35 bezogen, optional gibt es glanzgedrehte 19 Zöller in Titanoptik matt oder Anthrazit-schwarz glänzend, die dann wiederum mit der Mischbereifung 255/30 vorne und 235/35 hinten auflaufen.

Bei den Bremsen sind serienmäßig 370 mm vorne und 310 mm hinten, jeweils innen belüftet montiert. Die vorderen Scheiben sind im Wave-Design ausgeführt und werden von einer Achtkolben-Festsattel Bremse gedrückt. Auf Wunsch werden vorne auch 370 mm Kohlefaser-Keramik Scheiben montiert, wer öfters auf der Rennstrecke unterwegs ist sollte dies bedenken. Auch wenn der neue RS3 Sportback 55 Kilogramm abgenommen hat, wollen die 1.520 Kilogramm Leergewicht (ausstattungsbereinigt) eingebremst werden. Auch wichtig für die Rennstrecke, das ESC (Stabilitätsprogramm) kann ganz abgeschaltet werden. Fraglich nur, was dann mit den Bremseingriffen am kurveninneren Rad ist?

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Im Sommer 2015 beginnt die Auslieferung des neuen Audi RS3 Sportback. Serienmäßig hat der RS3 Sportback Sportsitze aus Leder Feinnappe, ein RS-Multifunktionslenkrad (Leder-Alcantara), sowie Ladedruckanzeige, Ölthermometer und einen Laptimer im Bordcomputer an Bord. Auch Serie sind die Edelstahl Pedalerie, sowie die Einparkhilfe plus und das MMI Radio. Die Aufpreisliste lässt auch keine Wünsche offen.

Fotos: Audi

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