Fahrbericht Honda Civic 1.6 i-DTEC Lifestyle (2014 Facelift)

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Warum testet man ein Auto, das man quasi genauso schon im letzten Jahr gefahren ist? Weil es ein Facelift gab! Äußerlich muss man schon ein wahrer Kenner sein, um das Honda Civic Facelift von 2014 von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Beim Motor fiel auch dieses Mal die Wahl auf den 1.6 i-DTEC Dieselmotor, allerdings gibt es ganze sieben neue Assistenzsysteme, die wir ausgiebig testen konnten.

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Nun woran erkennt man ihn äußerlich? Eigentlich nur an zwei Stellen, vorne ist der Einsatz unter dem Kühlergrill nun nicht mehr grau, sondern schwarz und am Heck gibt es statt einer in Wagenfarben lackieren Heckklappe noch eine schwarze Leiste um das Honda-Logo herum. Fertig ist das Facelift – vielleicht sind die Rückleuchten noch etwas abgedunkelt, das kann aber auch täuschen.

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Nun da der Motor weiterhin der gleich ist, wie im Test des vergangenen Jahres brauche ich dazu nichts weiter sagen. Ich bin nach wie vor von der Leistung des kleinen 120 PS starken Diesel-Triebwerks überzeugt. Der Verbrauch pendelt sich, ähnlich wie 2013, um die fünf Liter ein. Allerdings verliert er subjektiv an Spritzigkeit ab 180 km/h. Die Leichtigkeit, die er 2013 auf der Autobahn gezeigt hat ist weg. Um es in verständliche Worte zu fassen, im letzten Jahr, hast du kaum bemerkt, dass du gut über 200 km/h schnell bist. Mit dem 2014er Facelift merkst du genau, wie schnell du fährst, da es laut wird. Sehr laut. Es wirkt fast so als wären die Assistenzsysteme rein und die Dämmung raus genommen worden. Weder auf Nachfragen, noch durch stochastische Rechnerei lässt sich feststellen, was da genau passiert ist. Mit 1.378 Kilogramm Leergewicht kann es daran nicht liegen.

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Nun aber zu den wichtigen Neuerungen, den sieben Assistenzsysteme. Den City-Notbremsassistent konnte ich „leider“ nicht testen, ich gehe dennoch einfach davon aus, dass er funktioniert, wenn er muss. Kurzum unterhalb von 32 km/h kann dieser den Anker werfen und selbstständig bis zum Stillstand bremsen. Das Kollisionswarnsystem arbeitet zuverlässig, manchmal auch übereifrig. Des Öfteren wurde ich trotz bereits betätigter Bremse, beim Auffahren auf ein stehendes Fahrzeug nochmal akustisch darauf hingewiesen, dass vor mir ein Fahrzeug steht. Der Spurhalteassistent tut was er verspricht, hupt, wenn du ohne Blinken die Spur wechselst. Nicht mehr und nicht weniger.

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Meine Highlights sind allerdings eher die beiden Nächsten. Die Verkehrszeichenerkennung und der Fernlichtassistent. Es werden nämlich nicht nur die üblichen „50, 90, 120“ erkannt, sondern auch zusätzliche Schilder, wie „bei Nässe“. Soll heißen in einer 120er Zone werden mir parallel (und bisher immer zuverlässig) alle Möglichkeiten angezeigt. Erkennt die Kamera eine solche Zone, blinkt rechts die „120“ auf, rechts daneben ein „80 bei Nässe“. Das ist mir in diesem Segment bisher noch nicht so ausdauernd und gründlich aufgefallen. Das erst ein Japaner das vormachen muss, da könnten sich die so genannten Premium-Hersteller eine ordentliche Scheibe von abschneiden.

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Die ersten Fernlichtassistenten waren eher langsam, bemüht und eigentlich mehr Hindernis als Hilfe. Wenn also ein Civic einen solchen Assistenten hat, dann erwartet man in etwa so etwas, vielleicht ein bisschen besser. Doch es überrascht der Japaner schon wieder. Ab 40 km/h arbeitet das System zackig, solide und vor allem ohne störende Begleiterscheinungen. Sobald auch nur annährend ein entgegenkommender Lichtkegel zu sehen ist blendet der Civic wieder ab. Ist der Verkehr vorbei ist prompt das Fernlicht wieder angeschaltet.

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Und zu guter Letzt noch der Toter-Winkel-Assistent. Er funktioniert. Aber da wäre noch ein System, das mich sogar ungeplant vor einem Parkrempler beschützt hat. Es soll bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h funktionieren, demnach sind einige Menschen ziemlich flott auf Parkplätzen unterwegs. Das System nennt sich „Ausparkassistent“ und überwacht den Verkehr im seitlichen Rückraum des Civic. Nähert sich ein Fahrzeug mit weniger als 25 km/h wird der Fahrer durch einen Warnton informiert. Unfreiwillig getestet und für gut befunden.

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Äußerlich also ein eher unauffälliges Facelift, im inneren dafür hat sich vieles zum Guten oder noch Besseren gewendet. Allerdings ist dieser Test auch schon fast wieder hinfällig, denn erst vor kurzem wurde bereits das Facelift für 2015 vorgestellt. Da lässt sich auch deutlich erkennen, dass sich etwas getan hat, ganz entscheidend ist dabei, dass die LED-Tagfahrlichter mit in den Hauptscheinwerfer gerückt sind und wohl auch, dass der aktuelle EURO5 Motor auf die neu geltende EU6-Norm umgerüstet wurde.

Das Herzstück!

Das Herzstück!

Honda Civic 1.6 i-DTEC Lifestyle

Reihenvierzylinder (quer) 1.597 cm³ (Abgasturbolader)
120 PS bei 4.000 U/min
300 Nm bei 2.000 U/min
10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h
VMax 207 km/h
Kombinierter Verbrauch 3,7 l/100km (CO2: 98 g/km)
Testverbrauch 4,8 – 5,5 l/100km
Modellgrundpreis 20.690,00 Euro
Testwagenpreis 30.510,00 Euro

Text: Fabian Meßner
Fotos: Fabian Meßner

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