Hinter den Kulissen von Vorsprung durch Technik

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Matrix-LED, virtual cockpit und wahrscheinlich noch viele weitere technische Feinheiten bietet die Marke mit den vier Ringen aus Ingolstadt derzeit an. Vorsprung durch Technik lautet der Slogan (noch immer), dass haben die Ingolstädter mit einem Blick hinter die Kulissen, mit anderen Worten einem Blick in die technische Entwicklung, beweisen wollen. Neben bekanntem, gab es auch minimal Einblicke in wirklich Neues.

Reduzieren wir den Tag direkt auf die Neuigkeiten, die wirklich neu sind. Es gibt ein Audi Tablet! Neben Apple, Samsung, etc, etc, stellen nun auch Autohersteller Tablets her. Warum? Ganz einfach gesagt der Sicherheit wegen. Da ein gewöhnliches Tablet bei einer Kopfnuss zerspringen würde wie ein Silvesterfeuerwerk, hat sich Audi selbst ein etwa 700 Gramm schweres Table gebastelt. Der Videovergleich zeigte, fliegt der symbolische Kinderkopf auf die Eigenentwicklung fliegen keine Splitter, wie noch wenige Sekunden zuvor beim gewöhnlichen 10 Zoll Durchschnitts-Tablet.

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Das System umfasst in der aktuellen Prototypen-Stufe Android 4.4 als Grundbetriebssystem, die Techniker haben aber Feinheiten wie den Homescreen an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Dabei kann der vermeintliche Nutzer zwischen den großen Hauptsektionen auf einen Fingerdruck wählen. Noch ist das System ein reiner Prototyp, der kein Preisschild umhat. Der spätere Sinn und Zweck dieses System wird das „Rear-Seat-Entertainment“ sein, welches damit mobil werden soll.

Primär lädt das Tablet also an der Kopfstütze, kann aber als solches auch frei im Wagen bewegt werden. Auch eine Nutzung im eigenen Heim soll dabei eine Anwendungsmöglichkeit sein. Ebenso wie „Streaming“ im Auto; das Tabelt verfügt über kein optisches Laufwerk muss also für Filme auf LTE-basierte Streaming-Dienste oder etwa eine DVD im Laufwerk des MMI zurückgreifen. Besonderes Highlight gegenüber anderen Tablets ist das besonders matte Display und eben die hohe Crashsicherheit.

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Darüber hinaus gab es noch zwei weitere Techniken zu „erfahren“. Wenn auch im Stand nahmen wir einem Q7 Platz. Auf den ersten Blick einer unter tausenden. Doch zum integrierten Bang & Olufsen Soundsystem kamen noch insgesamt vier weitere Lautsprecher hinzu. Im unteren, sowie im oberen Teil der A-Säule waren diese verbaut mit an sich nur einem Zweck: Raumklang, wie im Konzertsaal. Der Mensch nimmt Geräusch primär auch von oben sehr gut wahr (Evolution, Schutz, etc.). Daher befeuern die Hoch- und Mitteltöner vor allem den Kopfraum und sorgen für dicken 3D-Sound. Wie „perfekt“ der Klang nun wirklich ist vermag ich nicht zu sagen, da der Ingenieur Freude an voll aufgedrehter Lautstärke hatte gegenüber einer stimmlichen Atmosphäre.

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Die Bässe sind in jedem Fall gewaltig, durch die Wuchtigkeit des Q7 gelangt davon auch weniger nach außen durch, als man denkt. Primär werden die Insassen beschallt, bis die Ohren klingeln. Eine interessante Positionierung von zusätzlichen Lautsprechern, die ein dermaßen großes Auto mit vollem Klang erfüllen. Der serienreife steht nur ein kleiner Punkt im Weg: Sicherheit! In der A-Säule werden Teile des Kopfairbags herausgesprengt, im Normalfall sitzen daher dort auch keine Boxen.

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Zu guter Letzt gingen wir dem „Klick“ auf den Grund. Wo kommt er her, der signifikante „Klick“ bei den Audi-Modellen. Anhand der aktuellen MMI-touchwheel Generation, die wir aus dem Audi A3 kennen, wurde dies erklärt. Insgesamt über etwa fünf Jahre beschäftigt sich ein solcher Sound-Designer mit einem jenem Bauteil. Parallel werden natürlich auch Entscheidungen über Haptik, Design und Funktion getroffen. Zurück zum „Klick“. Unterhalb des touchwheel befindet sich eine Art Zahnrad mit Wellenförmigen „Zacken“. Dem gegenüber ist eine kleine Feder eingespannt (gegenüberliegend noch eine für den „Doppelklick“). Anhand dieser Feder bzw. der Kraft die aufgewendet werden muss, um diese Feder zu überwinden entsteht nicht nur der „Klick“-Sound, er könnte dadurch auch verändert werden.

Ein weiterer Beitrag in diese Richtung findet sich auch auf imaedia.

Fotos: Audi AG