Auto der Zukunft: Mobilität muss bezahlbar bleiben

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Sobald Autofahrer nach dem Auto der Zukunft gefragt werden, gehen ihnen ganz unterschiedliche Dinge durch den Kopf. Meist handelt es sich um Vorstellungen bezüglich Design oder Antriebstechnologie. Einige stellen sich wiederum neue Fahrzeugkonzepte vor, wie es sie bisher nicht gegeben hat.

Die Entwickler und Designer der Automobilhersteller beschäftigen sich mit genau diesen Themen. Sie bemühen sich um die Entwicklung von Fahrzeugen, die eine in vielerlei Hinsicht bessere Mobilität versprechen. Allerdings dürfen sie im Fokus auf Technik und Design eine Sache nicht vergessen: Am Ende muss die Mobilität bezahlbar bleiben, ansonsten werden die Autos nicht gekauft.

Eine Studie, die von Autoscout24 bereits im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben wurde, bestätigt genau dies. 8.800 Autofahrer aus Europa wurden zum „Auto von morgen“ befragt, um letztlich herauszufinden, welche Wünsche und Vorstellungen existieren.

Mobilitätskosten sind für den Verbraucher ein großes Thema

Aus Sicht der Verbraucher stellen die Kosten in der Tat ein bedeutsames Thema dar. Immerhin haben die Kosten der Mobilität innerhalb des vergangenen Jahrzehnts spürbar angezogen. Ein nicht unerheblicher Kostenanstieg ist bei allen Kraftstoffen festzustellen. Ebenso sind Fahrzeuge kostspieliger geworden. Moderne Fahrzeuge sind mit mehr technischen Systemen ausgestattet als je zuvor – und genau deshalb haben die Pkws auch ihren Preis. Es ist schon lange nicht mehr so, dass Autokäufer über ausreichende Ersparnisse verfügen, um Neufahrzeuge vollständig zu bezahlen. Die Mehrheit der im Straßenverkehr befindlichen Neufahrzeuge wird finanziert.

Die Teilnehmer der Studie wurden gefragt, in welcher Relation die Kosten der Pkw-Nutzung zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel stehen dürfen. 37 Prozent der Befragten gaben an, dass das Autofahren günstiger als das Zugfahren sein muss. Weitere 20,9 Prozent würden den Pkw auch dann nutzen, wenn Zugfahrten genau gleich viel kosten. Lediglich 15,4 Prozent würden dem Auto die Treue halten, wenn dessen Nutzung teurer als der Zug wäre. 6,9 Prozent würden sogar um jeden Preis mit dem eigenen Pkw fahren.

Höhere Fahrzeugpreise bei entsprechendem Mehrwert werden akzeptiert

Wie bereits angedeutet wurde, sind die gestiegenen Neuwagenpreise vor allem auf den technischen Fortschritt zurückzuführen. Die heutigen Autos bringen gegenüber früheren Modellen erhebliche Verbesserungen mit sich. Es wurde daher gefragt, für welche Verbesserungen private Autofahrer bereit sind, höhere Neuwagenpreise zu akzeptieren.

Die größte Bereitschaft, einen höheren Preis zu entrichten, ist bei einer erhöhten Sicherheit der Insassen gegeben. 43,1 Prozent der Befragten würden eine Preiserhöhung von bis zu 10 Prozent oder mehr in Kauf nehmen. An zweiter Stelle landet eine verbesserte Sicherheit für Passanten, hier liegt der Anteil bei 37,5 Prozent. Als Nächstes folgt die Umwelt: 35,3 Prozent der Autofahrer würden höhere Fahrzeugpreise bezahlen, wenn dies zu einer verbesserten Umweltfreundlichkeit beiträgt.

Finanzierung alternativer Antriebe

Noch tun sich Autohersteller, die auf alternative Antriebe setzen, mit dem Absatz ihrer Pkws ungemein schwer. Dies hat nicht zuletzt mit der mangelnden Infrastruktur zu tun. Eine Verbesserung könnte die Akzeptanz erheblich steigern. Daher wurde gefragt, wer die Kosten des Infrastrukturausbaus tragen soll. Die Antworten machen deutlich, dass die europäischen Kraftfahrer zum Teil ganz verschiedene Ansichten vertreten.

Für 34,8 Prozent der Befragten steht fest, dass diese Kosten am besten von der Gesellschaft bzw. vom Steuerzahler getragen werden. Eine andere Gruppe, die es immerhin auf 22,7 Prozent bringt, spricht sich wiederum für eine Kostenübernahme durch diejenigen aus, die alternative Antriebe nutzen. Im Gegensatz dazu, sind 20,7 Prozent dafür, die Kosten, als eine Art Erziehungssteuer, von denjenigen tragen zu lassen, die sich dem Umstieg auf alternative Antriebe verweigern. Weitere 14,7 Prozent möchten die Kosten den Versorgern aufbürden – und 7,1 Prozent gaben an, dass sie alternative Antriebe ablehnen.

Die gesamte Studie ist hier zu finden: http://about.autoscout24.com/de-de/2013_as24_studie_auto_v_morgen.pdf

Foto: Gran Lusso Concept

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