ABT Road Trip 2014: Besser wird’s nicht oder?

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Von Kempten nach Budapest und wieder zurück, eine Strecke die schon für sich aufregend ist. Dann nimmt man noch ein paar bergige Umwege über verschiedene Pässe und nimmt für die Fahrt PS-starke Ingolstädter die vorher noch bei ABT sportsline dezent verbessert wurden und prompt bekommt man einen Super Plus-lastigen Road Trip von knapp 2.000 Kilometern. Was im Detail passiert ist, verschweigt man lieber, abt-surde Späße würde eh keiner verstehen und das ganze Männergewäsch ist ohnehin nicht immer ganz Jugendfrei. Über die Route, über den eigentlichen Teil der „Road“ im „Trip“, darüber erzähle ich gerne.

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2120 PS verteilt auf eine S3 Limousine, einen RS Q3, sowie einen S8 (als Facelift) und einen RS6 sollten uns sicher und manchmal vielleicht auch ganz schön schnell nach Budapest und zurück bringen. Wir hatten also an sich alles dabei, einen Kombi, der viel wegsteckt mit dem etwas „noch mehr“ an Power als der Durchschnittskombi braucht, einen edlen Gleiter, der zwischendurch Entspannung reinbringt. Dann noch ein SUV, dass eigentlich gar keines mehr ist, nur die merkwürdige Sitzposition erinnert noch an das, was dieser Q3 mal war. Ausgestattet mit einem sehr seltenen Fünfzylinder Aggregat, war er dann doch relativ beliebt, obgleich seiner unbeliebten Form. Das Quartett komplettierte dann der Quattro Stagioni im kleinsten, der schicken S3 Limousine.

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Nach entspanntem Frühstück ging es über einen kurzen Besuch bei ABT selbst direkt auf die Autobahn – noch in Kolonne – mit Ziel Oberjoch. Zum Start war uns Petrus so überhaupt nicht wohlgesonnen, denn es goss sprichwörtlich wie aus Eimern. Aber nicht die kleinen, nein aus Industrieeimern, aus solchen in denen Bier-Erzeugnisse hervorgehen. Es blieb auch den ganzen ersten Tag über regnerisch bis leicht stürmisch, da war die Stimmung aber nicht von zu trüben. Wir hatten noch einige interessante Kilometer vor uns, potente Karren unter dem Hintern und eine wild durchgemischte Truppe, die sich selbst gerne bespaßte.

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Im Anschluss an eine regnerische Erklimmung gehemmt von dichtem Verkehr ging es weiter zum Weißensee. Das schlechte Wetter trübte weiterhin die gute Aussicht, die es hier hätte geben können.  Unterwegs gab es dann kleine Änderungen, denn durch das miese Wetter blieb der Stopp am Schloß Neuschwanstein aus, gesehen hätten wir ohnehin kaum etwas. Also weiter durch Oberammergau und vorbei an Garmisch-Partenkirchen über den Sylvensteinsee. Hier entstand dieses phantastische Bild.

Faller Brücke

Faller Brücke

Dann folgte die bekannte „Kilometer-Machen“-Attitude bis zum Tageshighlight der Pass-Thurn-Straße. Sehr schöne empfehlenswerte 35 Kilometer, die im 1.273 Meter hohen Pass Thurn gipfeln. Dort zieht sich die Grenze zwischen Salzburg und Tirol.

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Nach einer ruhigen Nacht in Zell am See ging es am zweiten Fahrtag voller Freude Richtung Großglockner los. Die Hochalpenstraße sollte uns bis zum frühen Nachmittag beschäftigen. Die Maut-Gebühr sollte schließlich auch gut investiert sein. Wildes durchmischen war an der Tagesordnung, vorerst war ich im ABT RS6 „gefangen“. Keinesfalls langweilig mit 700 PS, doch es hatte einen Grund, warum ABT RS Q3 und S3 Limousine an diesem Morgen sehr beliebt und gefragt waren.

Leading the Pack

Leading the Pack

Dass auch zwei Tonnen den Berg hinauf Spaß machen können, gibt es auch im Fahrbericht noch zum Nachlesen. Später dann aber durfte ich dann auch noch im Muskel-SUV ein paar Kurven anfahren. Mehr oder minder erfolgreich, denn um die Mittagszeit war schon einiges an Verkehr unterwegs, wo wir am Morgen noch fast völlig alleine unterwegs waren.

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Weiter durch Österreich. Teilweise Kilometer machen, teilweise Landschaft genießen und Kurven räubern und immer mit dabei die Tourguides per Walkie-Talkie. Bis wir dann die Grenze nach Ungarn passierten. Kein Zielfoto! Keine Polizei, scheinbar keiner interessierte sich für uns. Und da hatte ich mich so auf Grenzkontrollen gefreut. Immerhin fanden die Einheimischen eines benachbarten Landes unseren Korso für beachtenswert.

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Ein Golf R forderte zum Tänzchen auf. Er gab aber schnell auf, als er bemerkte, dass selbst der „baugleiche“ S3 ihm keine Chance ließ. Er beschränkte sich dann weiter einfach nur noch auf das „hinhören“.

Zieleinlauf an der Turul Statue bei Tatabánya

Zieleinlauf an der Turul Statue bei Tatabánya

Als es immer weiter nach Budapest hinein ging veränderte sich auch das Stadtbild. Von schlecht nach annehmbar veränderte sich das Bild, umso näher wir unserem Ziel kamen.

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Am dritten Tag verhieß es Entspannung. Renntag bei der DTM auf dem Hungaroring. Spannende Einblicke in den Stall des ABT sportsline Teams. Eine kleine Führung bei der wir unter anderem erfuhren, dass die Rennfahrer eines RS5 DTM fünfundzwanzig Meter vor sich keine Strecke sehen. Der Fahrer muss also schätzen, wann der Einlenkpunkt der Kurve kommt.

Immer für einen Spaß zu haben - es war eine geile Truppe

Immer für einen Spaß zu haben – es war eine geile Truppe

Die Wagen sind dabei auch kaum noch Original. Sie sollen nur noch so aussehen. Bis auf die Marken-Embleme sowie die Lüftungsdüsen im Innenraum ist kein Teil mehr Serie. Das erhöht dann natürlich auch den reinen Fahrzeugwert, bei dem wir uns alle mehr als nur ein klein wenig verschätzt haben. Mit 1,3 Millionen ist auch Tourenwagensport wirklich nicht billig. Durch und durch Carbon wohin das Auge auch blickt. Wirklich schnell sind die Boliden trotz V8-Motor nicht, auf der Geraden geht ihnen schnell die Puste aus. Schuld ist die Drosselung auf exakt 460 PS. Würde diese Begrenzung der Ansaugluft (auf 25 %) wegfallen, dann wären bis zu 800 PS möglich. Die Vorgabe der Haltbarkeit macht dies aber zwingend notwendig, denn in der DTM gibt es nur einen Motor pro Saison. Pro Team gibt es maximal 0,5 Ersatzmotoren in Ausnahmeregelungen. Verbläßt der Teamkollege also ein Triebwerk, dann darf wirklich gar nichts mehr schief gehen.

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Am Montag nach dem Rennen machten wir uns dann schon leicht dezimiert auf den Rückweg. Der Ungar blieb „Zuhause“, später in Wien wurde weiter „ausgestiegen“. Schlussendlich kamen genau zwei Teilnehmer dann auch wieder in Kempten an, denn einige zogen den direkten Weg nach München vor. Die Bahn sollte man bekanntlich nicht warten lassen. Für mich ging es dann bis tief in die Nacht noch weitere 650 Kilometer nach Hause, aber das ist eine andere Geschichte.

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Kempten – Budapest – Kempten war ein Trip der viel Sprit kostete, verantwortlich war für ein dickes Grinsen, dass auch lange danach noch anhält und viele bleibende Eindrücke sowie neue Bekannte und ein Wiedersehen mit einem Italiener.

Edoardo Mortara und ich

Edoardo Mortara und ich


Fotos: ABT sportsline

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