Toyota startet Produktion des Brennstoffzellenautos FCV bereits 2014

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Der Toyota FCV (Fuel Cell Vehicle) ist das Brennstoffzellenauto und sollte ursprünglich erst 2015 in Serienproduktion gehen. Jetzt machen die Japaner allerdings ordentlich Druck und so beginnt die Serienproduktion bereits Ende 2014. 

Ein Prototyp dazu wurde bereits vor einiger Zeit präsentiert und zeigte sich zuletzt auf der Tokyo Motor Show. Häufig bleiben Prototypen eben genau solche und gehen nicht in die Serienproduktion, ganz anders beim Toyota FCV, bei dem die Produktion sogar noch vorgezogen werden soll.

Ein Preis wurde über die Japan Times ebenso laut und wird auf rund 57.700 Euro geschätzt. Toyota hatte in einer ersten Andeutung einen Preis von „unter 80.000 Euro“ mitgeteilt. Bis 2020 soll dieser sogar bis auf 21.600 Euro sinken.

Bei der Reichweite könnten etwa 500 km möglich sein und der Motor eine Leistung von über 100 kW (136 PS) erreichen. Aufgeladen wird er nicht, dafür aber mit Wasserstoff betankt und dies innerhalb weniger Minuten.

Toyota künftig ohne Elektroautos – Brennstoffzelle das neue Konzept?

Die Nachricht ist nicht neu, muss aber in diesem Zusammenhang noch einmal erwähnt werden. So wendet sich Toyota vom Elektrofahrzeug ab, beendet die Zusammenarbeit mit Tesla und investiert dafür in die Brennstoffzelle. Tesla hatte bisher für den RAV4 EV (nur in den USA) die Batterien und den Antriebsstrang geliefert. Allerdings wird hier eine Zahl von gerade einmal 2.500 Antriebssträngen genannt und obwohl die Lieferung seit 2011 besteht, soll diese noch nicht einmal ausgereizt worden sein.

Es geht aber bei Toyota nicht nur um das eine Modell, sondern generell um rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und da sieht der Automobilhersteller keine Zukunft drin bzw. hat bei der Strategie für alternative Antriebe keinen Platz mehr. Also findet eine neue Ausrichtung statt und liegt scheinbar in der Brennstoffzelle. Neben Toyota plant übrigens auch Honda schon im kommenden Jahr ebenfalls eine Serien-Limousine zu präsentieren.

Regierung in Japan unterstützt Brennstoffzellenantrieb

Geht es nach der japanischen Regierung, so soll Japan zum Weltmarktführer bei der Brennstoffzellentechnologie werden. So könnte es vom Wirtschafts- und Handelsministerium schon bald eine neue Verordnung geben. Bisher durften Wasserstofftanks nur mit 700 bar gefüllt werden.

Dieser Wert soll jedoch auf 875 bar angehoben werden und die Reichweite um etwa 20 Prozent erhöhen. Sicher dürfte dies aber nicht die einzige Änderung bleiben, die die japanische Regierung für die neue Technologie vorsieht.

Forschung seit über 20 Jahren mit staatlicher Unterstützung

Wer jetzt den Finger hebt und mitteilen möchte, dass wir uns ein Vorbild bei den Regierungen in anderen Ländern in Bezug auf die Unterstützung von alternativen Antrieben anschauen sollten, der kann beruhigt werden.

Seit über 20 Jahren forschen mehrere Automobilhersteller (u.a. VW, Toyota, Daimler, Ford, Honda und General Motors / Opel) an Fahrzeugen, die auf Brennstoffzellentechnologie bzw. Elektromotor als Antrieb setzen. Hierfür gibt es übrigens eine staatliche Förderung die sich „Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP)“ nennt.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat das NIP gemeinsam mit den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi), für Bildung und Forschung (BMBF) und mit dem Umweltministerium (BMU) aufgelegt. Das Programm ist Teil der Hightech-Strategie für Deutschland und passt sich in die „Kraftstoffstrategie der Bundesregierung“ ein.

Das NIP bietet einen gemeinsamen Rahmen für zahlreiche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Forschungsprojekte von Wissenschaft und Industrie. Die öffentlich-private Partnerschaft (Public Private Partnership – PPP) ist auf 10 Jahre angelegt. Bundesregierung und Industrie stellen für Forschung, Entwicklung und Demonstrationsvorhaben bis 2016 insgesamt 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung.

Über den Link erhaltet ihr alle Informationen zum Programm des BMWi und könnt euch über die Förderungen sowie Technologien informieren. Ein Beispiel hierfür ist u.a. das Mercedes-Benz NECAR 1- bis 5 oder die B-Klasse F-Cell von Mercedes-Benz, die ebenfalls der Brennstoffzelle unterwegs ist.

Bei BMW sieht es etwas anders aus, denn hier soll kein Elektromotor mit der aus Wasserstoff gewonnenen elektrischen Energie angetrieben werden, sondern einen Verbrennungsmotor zu nutzen, der aber als Kraftstoff nur Wasserstoff einsetzt. Der verdunstete Wasserstoff wird dann als Gas in einer Brennstoffzelle genutzt, der die Stromversorgung des Fahrzeugs sicherstellt. Wer mehr zu dem Thema erfahren will, kann gern bei Wikipedia den passenden Artikel dazu lesen.

4 Gedanken zu “Toyota startet Produktion des Brennstoffzellenautos FCV bereits 2014

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