City Dream Drive: Chevrolet Corvette C7 Stingray

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Es waren nur zwanzig Minuten, es war nur die Innenstadt von Frankfurt, doch es war ein Traum. Jedes Auto, was wohl perfekt für die City gemacht ist, hätte mich zutiefst gelangweilt. Im Stau von Mainhatten. Tragischerweise musste ich 466 PS verpackt im kleinen, nein großen schwarzen fahren. Ich musste mich quälen, nicht etwa in die engen Sitze oder den Stadtverkehr, nein, mich quälen mein Grinsen im Zaum zu halten. Eine Fahrt in der neuen Vette ist jede Sekunde wert, ich habe jede einzelne genüsslich ausgekostet.

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Motor starten. Gänsehaut. Die Ausbeute aus dem 6,2-Liter Chevy Aggregat ist nicht enorm, da durfte ich schon schnelleres bewegen. Der LT-1 ist dennoch auch entwickelt worden, um die Corvette C7 Stingray noch etwas Salonfähiger zu machen. Es gibt einen Eco-Modus. Angeblich braucht man den. So sagt man. Gut es gibt ihn, die Drosselklappe ist dabei nicht einmal halb geöffnet, gerade einmal 30% sind es wohl. Das ist Quatsch, selbst im City Jam muss es, ja es muss der Sport Modus sein. Und Vorsicht, im Track Modus (der sich nochmal unterteilen lässt) da wird der Stachelrochen giftig. Abbiegen im zweiten Gang mit anschließendem Gasstoß führt zu verdrehten Köpfen, Rauchzeichen, Kinder-Kichern und einem verdammten Grinsen.

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Ich hatte meinen Spaß und das obwohl ich meines Wissens nie den Drehzahlbegrenzer erreicht hatte. Ist ja auch bekanntlich kein Platz in der Stadt. Alles im Rahmen der Top-Gear-Roadtrip-55-MPH-Regelung 😉 Was ich definitiv von der Bummeltour durch die Stadt erzählen kann, die Vette fällt auf. Insbesondere beim rechts Abbiegen, siehe oben. Die Siebengang-H-Schaltung ist genial. Kürzere Schaltwege habe ich noch nie erlebt, so knackig und hart, wie es sich für einen Sportwagen gehört. Nach wenigen Runden auf der Rennstrecke sollte der Tennisarm beginnen sich auszubilden. Die neue Achtgang-Automatik von GM kann gerne schneller sein als das Doppelkupplungsgetriebe von Porsche (PDK), doch in einen Sportwagen gehört einfach eine manuelle Schaltung. Genau diese hier. – Auch wenn man damit dezent langsamer auf der Rennstrecke ist.

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Einen noch drehfreudigeren Saugmotor baut nur Mercedes-AMG in den SLS AMG Black Series ein. Bei 4.600 Touren stellt sich der maximale Reifenverschleiß ein, dann wirken 630 Nm an der Hinterachse. Selbst mit eingeschaltetem ESP und TC wird es teuer für den, der die Michelin Pilot Super Sport dann wohl öfters mal neu kaufen muss. Ich bin mir sicher, die 50/50 Gewichtsverteilung kommt auf der Rennstrecke dann perfekt zur Geltung.

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Viel mehr kann ich auch gar nicht erzählen. Immer wieder hab ich das grollen des (echten) V8 genossen, ihm gelauscht, wie er sich hochgeschraubt hat, zugeschaut, wie die Drehzahlen stiegen. Es waren wundervolle Minuten, die es hier auch noch einmal verkürzt in Videoform gibt. Vielleicht werden die gesammelten Eindrücke da etwas besser verarbeitet 😉 Da gibt es dann auch noch den Ton, der nicht zu verachten ist.

Fotos: General Motors/Chevrolet

Die Bilder zeigen die US-Variante, leider war nicht genug Zeit um eigene Bilder zu erstellen. Die Europa-Variante hat, wie auch im Video erwähnt, an der Front noch die Spritzdüsen für die Scheinwerfer. Unschönes Extra, muss aber leider sein.