Porsche Macan vorgestellt

Macan S

Der Cayenne war die Rettung für Porsche und macht derzeit etwa die Hälfte der verkauften Zuffenhausener aus. Der einstige Sportwagen-Hersteller, dessen Aushängeschild der 911er war, bringt heute noch einen „Geländewagen“ ins Portfolio. Doch der Macan ist wieder mehr Sportwagen als SUV. Tiefer, breiter und eigentlich kaum mit dem Plattform-Spender Audi Q5 vergleichbar.

Macan S

Stellt man Audi Q5 und Porsche Macan direkt nebeneinander, ist der Zuffenhauser deutlich näher am Boden, weit ausgestellte Radhäuser, ein eigenständiges Design und pure Aggressivität bereits im Stand. Die Luftführung an der Front des Macan Turbo ist so gewaltig groß, dass Katzen sich besser nicht in Bodennähe aufhalten sollten, wenn das Sport-SUV einatmet.

Porsche Macan Turbo

Porsche Macan Turbo

Das Heck könnte wohl am meisten umstritten werden. Den Nutzwert von einem solchen Kofferraum bzw. Handtaschenablage sollte man gar nicht erst erfragen – immerhin 500 Liter Ladevolumen. Doch vielleicht sitzt es sich auf der Rückbank ja doch gar nicht so übel. Unverkennbar ein Porsche, so mächtigen Hüften sind schon auf  911 Turbo Niveau. 1.923 Millimeter misst der Macan in der Breite. Das er die klassischen Gene trägt, welche dieses Wappen mit sich bringt, dass haben die Porsche Ingenieure auf der hauseigenen Teststrecke in Weissach bereits unter Beweis gestellt.

Macan Turbo

Nun aber noch die Daten und Fakten zum ersten echten Sport-SUV, dass keine Soundgeneratoren benötigt um einen sportlichen Eindruck zu bewirken. Sondern es einfach tut durch gewaltige Sechszylinder-Motoren unter der Haube. Der Macan S sowie der Macan S Diesel sind beide ab 57.930 Euro zu haben. Der 3,0-Liter V6 Biturbo leistet 340 PS, der 3,0-Liter Turbodiesel 258 PS. Hier ist also keinesfalls von Untermotorisierung zu sprechen. Der Einstiegsbenziner mit Vierzylinder Boxermotor lässt noch auf sich warten. Die Spitze markiert der Macan Turbo (ab 79.826 Euro), der 400 PS aus einem 3,6-Liter V6 Biturbo-Motor holt. Mit Sport-Chrono Paket gelingt der Sprint auf die 100 km/h-Marke in 4,6 Sekunden.

Innenraum des Porsche Macan Turbo

Innenraum des Porsche Macan Turbo

Sein Name ist abgeleitet von der indonesischen Bezeichnung für Tiger. Und genau so versteht der Macan sich auch: Kräftig und jederzeit zum Sprung bereit. Dabei aber leichtfüßig und ausdauernd im Gelände.

Neben vielen Designelementen, wie den Scheinwerfern oder Sideblades, die vom 918 Spyder inspiriert sind, ist vor allem das Interieur vom neuen Hybrid-Supersportler übernommen worden. Das neue Multifunktionslenkrad mit dünnen Streben unterstreicht eigentlich nur den Sportcharakter. Alle Modelle kommen serienmäßig mit dem 7-Gang-PDK sowie einem Allradantrieb der höchsten Güte. Über eine elektronisch geregelte kennfeldgesteuerte Lamellenkupplung (mit dazu gehören auch Bremsdifferenzial (ABD) und ASR) wird immer für ausreichend Traktion und Sicherheit gesorgt. Die Hinterachse ist immer angetrieben. Die Vorderachse erhält ihr Antriebsmoment von der Hinterachse, und zwar in Abhängigkeit des Sperrgrads der elektronisch geregelten Lamellenkupplung.

Porsche Macan S Diesel

Porsche Macan S Diesel

Insgesamt gibt es drei Fahrwerke zur Auswahl. Die Fünflenker-Vorderachs-Konstruktion sowie die Trapezlenker-Konstruktion an der Hinterachse sind jedoch immer verbaut. Eine Stahlfederung markiert den Einstieg, während die teuerste Variante das bekannte PASM  (Voll Luftfederung) ist. Dazwischen liegt eine Kombination aus beidem, die nicht so vielfach verstellbar ist wie die höchste Ausführung. Diese Zwischenlösung ist Standard im Macan Turbo.

Heck des Macan S Diesel

Heck des Macan S Diesel

Das umstrittene Heck trägt eine weitere Schönheit von der Quelle der Inspiration. Der LED-Heckleuchten kommen fast genauso beim 918 Spyder zum Einsatz und geben dem doch mächtigen Heck einen feinen Abschluss. Die Diskussionsrunde ist hiermit eröffnent – Hop oder Top?

Interesse geweckt? Hier nochmal das Soundvideo zum Klang des Macan Turbo.

Bilder: Porsche AG