2013 Mazda 3 Skyactiv-D mit 150 PS gefahren

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Die dritte Generation Mazda 3 ist angekommen – in Frankfurt! Nach 15.000 Kilometern durch Russland, kann man von einer wahrhaftigen Härteprüfung sprechen. Damals mit dem Skyactiv-G 120, nun in der sommerlichen Hitze von Barcelona mit dem 2.2-Liter Diesel auf Verbrauchs- sowie Spaßfahrt. Besonders das attraktive Drehmoment von 380 Nm macht den Diesel in den spanischen Bergzügen zur echten Alternative gegenüber dem Drehmomentknirpsen aus dem Benzinerregal.

Bereits in Russland fiel das gut arbeitende Fahrwerk positiv ins Gewicht. Zudem wurde auch der Unterschied gegenüber den beladenen Autos deutlich: Die Hinterachse arbeitet unbeladen deutlich mehr. Auch lässt sich damit durch Lastwechsel arbeiten. Mit zarten Tanzversuchen lenkt gelegentlich auch die Hinterachse mit ein. Der Diesel dreht dabei willig über das Drehzahlband bis 4.000 Touren und treibt den breiter und flacher gewordenen Mazda3 durch die Bergpässe. Einen großen Anteil an der Fahrfreude, die in einem ansonsten eher biederen Kompaktwagen nicht erwartet wird, trägt die schnelle, knackige Sechsgangschaltung. Zackig lässt sich das Lederbezogene Gestänge durch die Gassen bewegen. In diesem Fall halten Motor und Getriebe, was das Design verspricht: eine sportliche Atmosphäre auf der Fahrbahn. Eigentlich eine perfekte Grundlage für einen Mazda3 MPS, doch dieser wird aktuell weder verneint noch bestätigt. Möglich ist alles, aber aktuell sieht das Management keinen Bedarf. Sollte die Nachfrage jedoch immer größer werden, sei Mazda sehr schnell in der Lage einen MPS auf den Markt zu bringen.

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Dazu passt perfekt auch die Zahnstangenlenkung, dessen Servounterstützung durch kleine Lenkbewegungen besticht. Dieses bietet ein sehr direktes Lenkgefühl, das nichts mit langweiligen, schwammigen Cityflitzern zu tun hat. So lässt sich der Euro 6 Norm erfüllende Diesel präzise dirigieren und gar fast schon sportlich fahren. Bei dem für einen Dieselmotor häufigeren Gebrauch auf der Autobahn, ergibt sich selbst bei eingeschalteter Klimaanlage und vorrausschauender Fahrweise ein Spritverbrauch von 3,6 Litern/100km. Das kann sich wirklich sehen lassen!

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Erstmals in einem Mazda kommt das MZD Connect zum Einsatz; ein Touchscreen, der aus Sicherheitsgründen nur bis zu einer Geschwindigkeit von 7 km/h per Fingertipp bedient werden kann und welcher zur multimedialen Konnektivitätslösung wird. Um den Fahrer nicht zu sehr abzulenken, gibt es im Mitteltunnel noch den „Rotary Commander“; ein Drehrad, das die Einheit bedient und direkt angefügt weitere Schnellwahlknöpfe für Musik, Navigation, den Homescreen- und Favoriten- sowie den „Zurück“-Knopf. Funktionieren tut dies gut. Wie auch schon in Russland gibt es mit dem System an sich keine Schwierigkeiten. Integriert sind bisher nur die Mazda eigenen Apps wie Fuel Economy Monitor etc. und das Cloud basierte „aha Radio“. Zu testen ging dies wegen der schlechten Netzabdeckung noch nicht, dazu wird in jedem Fall aber auch ein kompatibles Smartphone mit Datenvertrag benötigt. Einziges Manko: In der ansonsten guten Usability des Systems; bei Auswahl eines Radiosenders springt das Display sofort wieder zurück. Das heißt: Das Auswahlfenster ist geschlossen und die Stationsliste muss erneut geöffnet werden.

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Ein, auf den ersten sowie auch auf den zweiten Blick, Erfolgsbringer ist für die Marke: Angenehme Ledersitze machen auch längere Fahrten ertragbar, halten besonders den Fahrer gut an der gewollten Position und lassen sich in vielerlei Hinsicht an die Sitzposition anpassen. Optisch nach wie vor durch die für ein Kompaktfahrzeug ungewöhnlich lange Motorhaube ein Hingucker, überwiegt das persönlich gemischte Gefühl des Innenraums. Mir ist und bleibt das Carbon-Dekor noch immer ein Dorn im Auge. Es passt meiner Meinung nach nicht zum Auto. Es bildet eine Materialoberfläche zu viel und vermittelt mir auch keinen sportlichen Eindruck. Carbon macht Sinn, wenn es echt ist! Als Plastik-Dekor für reine Optik-Verschönerungen sollte es  jedoch bitte im Regal bleiben. An dieser Stelle hätte ich den Einsatz des Alu-Dekors bevorzugt, durch welches der Innenraum hochwertiger erscheinen hätte können ohne sich selbst, wie ich es mit dem Carbon empfinde, über den „sportlichen Charakter“ lustig zu machen.

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Mazda 3 2.2L-Diesel „Sports-Line“

Reihenvierzylinder (quer) (Bi-Turboaufladung)
150 PS bei 4.500 U/min
380 Nm bei 1.800 U/min
8,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h
VMax 213 km/h
Kombinierter Verbrauch 3,6 l/100km
Testverbrauch 3,6 – 4,9 l/100km
Modellgrundpreis 27.390,00 Euro
Testwagenpreis 31.870,00 Euro

Text: Fabian Meßner

Fotos: Fabian Meßner

 

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