Audi group: der neu formierte Konzern

audigroup

Einen Überblick über alle betriebswirtschaftliche Kennzahlen des Konzerns hat heute morgen schon die Jahrespressekonferenz der Audi AG geboten. Wesentlich interessanter als die Absatz- und Umsatzzahlen war natürlich die Präsentation alle vier Marken unter einem Dach, als sportlicher Konzern, nämlich der Audi group.

Im Fokus dabei steht die Zusammenführung von Wissen, Ehrgeiz und Kreativität. Wie Rupert Stadler, seinerseits Vorstandsvorsitzender der Audi AG, betont, Audi soll italienischer werden.

Wie italienischer? Dies ist kein Widerspruch, der Konzern stellt sich dabei vor allem dank Unterstützung der italienischen Ingenieure von Lamborghini noch weitaus sportlichere Automobile produzieren zu können und gleichermaßen von Ducatis peniblen Qualitätsstandards zu profitieren. Motorräder müssen schließlich innen wie auch außen von höchster (Verarbeitungs-)Qualität überzeugen. Die Detailgenauigkeit und Haptik des Zweiradherstellers ist kaum zu überbieten, genau auf ein solches Niveau möchten auch die Ingolstädter das Finish ihrer Fahrzeuge hieven. Andererseits können beide Marken von Audis technologischen Entwicklungen profitieren. Ducati beispielsweise in der Verwendung von angepasster LED-Scheinwerfertechnologie und Lamborghini in den ein oder anderen Annehmlichkeiten für Fahrer und Beifahrer.

Die Verflechtungen innerhalb des Unternehmenszusammenschluss hat Matthias in seinem Post noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Sportlichkeit und Dynamik wird aber jetzt schon bei den Audianern großgeschrieben nimmt man zum Beispiel den erst kürzlich angekündigten Audi RS7.

2013-Audi-RS7-Heck

Viel Aufholbedarf besteht auch nicht mehr im Interieurdesign:

Audi-RS7-Interieur-Cockpit

Im weiteren hat sich Audi auf auch dem Plug-in Hybridantriebsstrang verschrieben. Der Audi A3 Sportback e-tron soll mit einer kombinierten Systemleistung von 204 PS dank genügend Raumangebot auch kleine Familien ansprechen. Der CO2-Ausstoß beträgt im Durchschnitt gerade einmal 35 g.

Italdesign-Giugiaro-Asso-di-Picche

Die vierte Marke und damit tragende Säule für zukunftsweisendes Design markiert in diesem Fall Italdesign Giugiaro S.p.A., die nun mehr seit drei Jahren ihre Zugehörigkeit feiern. Unter anderem war Giorgette Giugiaro maßgeblich an der Entwicklung des VW Sciroccos beteiligt indem er mit dem Asso di Picche ein Concept Car auf Basis des Audi 80 GT lieferte, welches das Fahrzeugdesign für die nächsten Jahrzehnte prägen sollte. Jens, unser wanderndes Lexikon kann hier auch noch ordentlichen Background vermitteln.

Asso-di-picche-interieur

Im Rahmen der Neuformierung des Audi Konzerns wurden auch andere Schmuckstücke, die entweder wichtige Meilensteine und Erfolge in der Geschichte der Unternehmen repräsentieren oder die nahe Zukunft darstellen, ausgestellt.

Lamborghini-Miura-Front

50 Jahre Automobili Lamborghini S.p.A. – ein Jubiläum, das schon ausgiebig auf dem Genfer Auto Salon mit dem auf lediglich drei Stück limitierten Sondermodell Veneno gefeiert wurde. Wesentlich stilvoller wurde der Geburtstag symbolisch durch den ersten nach einem Stier benannten Sportwagen aus Bolognese gefeiert: dem Lamborghini Miura. Zugegeben, dieser ist selbst noch nicht so alt wie das Unternehmen, steht aber für den ersten aggressiv gezeichneten Mittelmotor-Sportwagen samt querverbautem V12. Zwar 315 PS schwächer als der auf dem Aventador basierende Veneno, aber dafür bildschön.

Lamborghini-Miura-SV-Heck

Unter dem Motto 100 Jahre Innovationen in 50 Jahren kam auch das für 2017 geplante Urus Concept mit nach München. Das „Ultra-SUV“ baut auf dem Aventador auf und soll dank dem Allrad-Vortrieb mit 700 PS und der extrem hohen Bodenfreiheit (fast) jedes Terrain meistern. Doch passt dieses Fahrzeug zur Marke? Hier sind die Geschmäcker der möglichen Kunden gefragt, aber alles mit einem Stier auf der Haube, dürfte jedes Auftragsbuch sprengen.

Lamborghini-Urus-Concept-SUV

Mit einer Produktionsauslastung von mehr als 15 Monaten ist zeigt zumindest der Aventador, dass radikale Formen in Verbindung mit futuristischem Design Anklang findet. Er ist der Inbegriff für einen offenen Supersportler – in etwas über drei Sekunden auf Tempo 100 km/h und der elektronische Geschwindigkeitsbegrenzer jenseits der 300er Marke.

Lamborghini-Aventador-Front

Aber auch Zweiräder können entzücken: die Ducati Hypermotard wurde von keinem geringeren als Moto GP-Champion Nicky Hayden vorgestellt. Anders als die ebenfalls neue Multistrada 1200, die vor allem Enduro-Fans begeistern wird, fällt die Hypermotard durch ihr spektakuläres Design auf.

Ducati-Panigale-R

44102 verkaufte Einheiten im letzten Jahr sind eine Hausnummer, vor allem die enge Zusammenarbeit mit Sportlern wie Hayden oder Andrea Dovizioso, soll die Marke auch im professionellen Motorsportsegment noch weiter nach vorne bringen. Das 195 PS-starke 1199 Panigale Superbike stellt in diesem Fall das adequate Tool dar; 164 kg samt Eigengewicht des Fahrers sind Spitzenwerte in dieser Liga.

Ducati-1199-Panigale-Lenker

Übrigens ist diese auch in modifizierter Version die aktuelle Rennmaschine om Moto GP-Star.

Ducati-MotoGP-Superbike-Nicky-Hayden

Schonmal gesehen und vor allem gehört, wie man ein solches Superbike im Rennbetrieb startet?