Probefahrt im VW Golf R Cabriolet: Warum erst jetzt?

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Mit dem Golf R Cabrio gibt es den R nun auch ohne Dach, die Frage die sich stellt ist aber, warum erst jetzt? Die Leistung von 265 PS reicht nicht um gegen ein 135i Cabrio zu bestehen, zumal die siebte Generation Golf das R schon in etwa einem Jahr aufgezogen kommt. Was zeichnet den Frontkratzer mit der Launch Control also aus?

Als Fahrer für den Test, was der Golf R mit Stoffmütze so kann, gibt es unter uns aktuell wohl keinen besseren als Sebastian Bauer, der dem Wolfsburger die Sporen gegeben hat. Dass er irgendwie mehr gefällt als der Fünftürer mag nur an der leichten Spoilerlippe auf dem kleinen Kofferraumdeckel liegen, er macht in jedem Fall einiges mehr her. Die Nutzbarkeit sinkt natürlich enorm, der Kofferraum kann kaum so genannt werden, eher ist es ein Handtaschen-Raum.

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Aber zurück zu den Fahreigenschaften. Dank der Launch Control wird die Leistung, die über das 6-Gang-DSG übertragen wird, nicht ganz verlustfrei, aber intelligenter an die Vorderachse weitergegeben. Bei einem einfachen Vollgasstoß schrubbt man ohne weiteres die Gummis bis fast hoch in den dritten Gang runter, die Launch Control jedoch sorgt auch für bemerkbaren Vortrieb. Bremse treten, Drehzahl auf etwa 3.000 U/min halten und Bremse lösen. Noch immer lässt sich ein kleiner „squeeze“ wahrnehmen, aber das offene Fahrgefühl geht doch schneller voran als bei reinem „voll reintreten“ an der Ampel.

350 Newtonmeter scheinen aus der Kurve heraus doch etwas viel für nur zwei Räder an der angetriebenen Achse. Bei der passion:driving Gangart gehen dann auch gute 21 Liter auf 100 Kilometer durch den Vierzylinder-Turbomotor, der durch eine akustisch reizvolle Abgasanlage besticht. Von den Werksangaben mit 8,2 Litern ist das deutlich entfernt, wahrlich ein großes Rätsel, wie Leute das in einem Cabrio mit Turbomotor schaffen. Elektrohydraulisch wird die Sonne ins Cockpit gelassen, innerhalb von neun Sekunden bekommt sie vollen Zugang zu allen vier Sitzplätzen. Der größte Unterschied zum Beetle Cabrio ist, dass sich das Verdeck beim Golf R nur unterhalb von 30 km/h während der Fahrt öffnen und schließen lässt. Warum? Aktenzeichen XY ungelöst.

Schön schnell ist neben dem Spritdurchzug auch die Verstellung der Dämpfer des optionalen DCC, welches adaptiv die Dämpfer zwischen Sport und Comfort verstellt. Die Umstellung lässt sich schon bei den kleinsten Bodenwellen im Popometer messen, da geht alles direkt durch, bis in die letzten Halswirbel.

Einen etwas umfangreicheren Fahrbericht, gemessen an der knappen Zeit, gibt es bei passion:driving zum nachlesen oder auch bei driversgroove, der Trend- und Autolupe.

Volkswagen Golf R Cabriolet

Reihenvierzylinder (quer) 1.984 cm³
265 PS bei 6.000 U/min
350 Nm bei 2.500 – 5.000 U/min
6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h
VMax 250 km/h
Kombinierter Verbrauch 8,2 l/100km
Testverbrauch 21,0 l/100km
Modellgrundpreis: 43.325,00 Euro
Testwagenpreis: 48.235,00 Euro

Text: Fabian Meßner

Fotos: Fabian Meßner

6 Gedanken zu “Probefahrt im VW Golf R Cabriolet: Warum erst jetzt?

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