Tesla Model S: Wie ein Elektrofahrzeug zum Sinnbild von verfälschten Informationen wird

Tesla Model S Limousine während der Fahrt

Es geht weiter in der Angelegenheit Broder .//. Musk bzw. New York Times gegen Tesla. Für alle, die den aktuellen Ansatz eines Shitstorms gegen den New York Times Wheel-Journalisten John M. Broder nicht mitbekomme haben, hier die Kurzfassung: Herr Broder hat eine Tour die Ostküste von Washington hoch nach New York mit dem Tesla Model S unternommen und hat sich in seinem Artikel u. a. über die schlechte und unzureichende Leistung des Akkus beschwert, da er angeblich aufgrund der geringen Reichweite liegen geblieben ist. Wie sich allerdings herausstelle, kommt es bei einigen von Broder getätigten Angaben mit dem im Tesla verbauten „Fahrtenschreiber“ zu Ungereimtheiten. So soll Broder z. B. wesentlich schneller gefahren sein als angegeben. Auch ist die Wahl der Route (Umwege) und die Abstinenz von E-Tankstellen und Supercharger auf dieser durch den Geschäftsführer von Tesla, Elon Musk, in seinem Blogpost widerlegt worden. Schlicht und ergreifend zeigt der „vehicle log“ klar und deutlich, dass Broder z. T. mehr als 10 km/h  über lange Zeiträume schneller gefahren ist als in seinem Bericht angegeben.

geschwindigkeit_distanz

Ganz schön flott unterwegs!

Zum anderen ist anhand der Graphendarstellung unschwer zu erkennen, dass die im Fahrzeug verbaute Batterie zu keiner Zeit vollständig und damit sauber aufgeladen wurde.

supercharger

An welchem Kilometer hat Border den S an den Schnelllader gehängt?

Selbst das ökonomische Fahren wird durch die detaillierten Aufzeichnungen Teslas faktisch bestritten – mit gutem Recht!

innentemperatur

Lieber mollig warm als frieren

Es kam wie es kommen musste: der erfahrene Journalist hat heute eine Gegendarstellung veröffentlicht, der die Hauptschuld auf Teslas Ingenieure und Servicemitarbeiter legt und von Übersehen und Fahrten bei Dunkelheit spricht. Alles nur scheinheilige Gründe für die kritische Äußerung gegen die Elektro-Limousine?

Es steht Aussage gegen Aussage, doch wem soll man eher glauben? Einer Marke, deren operative Ziele in 2013 erst noch validiert werden müssen (Spekulationen, Vorbestellungen etc.), aber ein hoffentlich nicht verändertes Logbuch vorzeigen kann oder einem Journalisten, der das Büro in Los Angeles leitet und als Kalifornier quasi das Benzin im Blut hat? Aber andere Antriebskonzepte sind alles anderes als konventionell, von daher ist sein Wissen auf diesem Gebiet mit elektronischen Motoren nur zu unterstellen. Der Fall hat noch einiges zu bieten und es gilt noch weitaus mehr wieder aufzuräumen. Das Pulverfass ist bislang noch nicht hochgegangen, wir sind gespannt wie Mr. Musk antworten wird!

broder_routestations

Broaders Route entlang der East Coast

Lisa hat sich derweil schlau gemacht und Tom Leykis, einen bekannten Radiomoderator und neuerdings auch Tesla Model S-Besitzer, zu seinen Erfahrungen mit der eLimousine befragt. Und er untermauert ebenfalls Musks Aussagen, eben gerade wegen seiner fast durchweg positiven Erfahrungen mit dem Fahrzeug und der Marke. Musk scheint vertrauenswürdig und hat nun einmal handfeste Beweise vorliegend.

Rufschädigung kann hart bestraft werden, das merkt gerade vor allem die NYT, aber auch andere Printmedien dürften kalte Füße bekommen. Tesla hatte schon einmal mit einem anderen „sabotierten“ Testbericht zu kämpfen und ist gerade deswegen auf das vollausgereifte, elektronische Fahrtenbuch umgestiegen.

Weitere Meinungen zum Disput finden Sie hier:

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Fahrrückt
Motor-Talk

5 Gedanken zu “Tesla Model S: Wie ein Elektrofahrzeug zum Sinnbild von verfälschten Informationen wird

  1. Pingback: New York Times und Tesla Model S: Wen trifft die Schuld? - News, Energie, Elektro, Politik und Ausbildung

  2. „Eine Marke, die Probleme hat Absatz zu finden…“ – 13.000 Vorbestellung vor Verkaufsstart interpretiere ich anders. Ist nicht Ihr ernst – oder?!

    • In der Tat boomt das Geschäft mit dem Model S, dennoch darf man nicht vergessen, dass 2012 schon die Vorbestellungen miteinschließt, sprich dieses Jahr sollen laut Planung noch weitere 12000 Limousinen ausgeliefert werden.

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