Winter-Drift-Himmelreich: Opel Wintercamp mit OPC-Modellen

Opel OPC Wintercamp Insignia AWD Drift

Ich. Will. Nochmal! Mit der Marke Opel wird nicht zuletzt seit der Premiere des ADAM eher der Begriff „Lifestyle“, leider aber auch solche Begriffe wie „Schließung“ in Zusammenhang gebracht. Doch es gibt auch noch einen anderen Aspekt, eine scheiße-ist-das-geil-Abteilung, die sich ganz kurz und knackig OPC nennt. Nun gebe man noch Schnee, Eis und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt dazu und fertig ist das Opel Wintercamp.

Der Insignia OPC ist mit seinen 325 PS, 435 Newtonmeter Drehmoment, die aus einem V6-Turbo entspringen, eine kleine, mächtig große Ausnahme aus dem Opel-Haus. Nicht zu vergessen das adaptive Allradsystem, das über zwei Differentiale die Momente verteilt. Egal ob mit manuellem Sechsganggetriebe oder der Automatikvariante, diese Limousine (oder auch Sports Tourer – das Mehrgewicht auf der Hinterachse ist im Wintercamp nicht zu verachten), macht einfach jede Menge Spaß.

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Sobald du rausgefunden hast, wie du den Allradler perfekt anstellst, geht es nur noch quer. TC und ESP aus, OPC-Mode an, verlangt nach dem Drücken von vielen Knöpfen, aber jeder Knopf erhöht den Fun-Faktor um das zehnfache.

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Auf drei verschiedenen Kursen ging es mit den Motorisierungen Bi-Turbo-Diesel (195 PS, 400 Nm), Turbo-Benziner (250 PS, 400 Nm) und natürlich dem fauchenden V6 mit der Turboaufladung über die Eisplatte nahe St. Michael in Österreich. Die womöglich „untermotorisierten“ Diesel sollten aber keinesfalls unterschätzt werden, da das saftige Drehmoment von 400 Nm schon ab 1.750 U/min anliegt und so im zweiten Gang immer perfekt die gesamte Kraft an alle vier Räder verteilt werden kann, was natürlich im „Quertreiben“ nicht ganz so spektakulär aussieht, wie im OPC, aber für enormen Vortrieb sorgt. Überhaupt sind die doch sehr cleveren Allradmodelle von Opel unglaublich überzeugend, was insbesondere die Spurtreue und Haftung auf EIS! betrifft. Wer den perfekten Moment, in dem das Heck „leicht“ wird, verpasst, der hat damit zu kämpfen, dass sich die Gummis im Untergrund eingraben und der Insignia einfach weiter nach vorne marschiert.

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Die OPC-Crew, die schon am Vorabend für eine technische Einweisung in das Gelände marschierten und die Allradmodelle für grinsende Gesichter gesorgt hatten, unterstützte auch während des Events bei Fragen. Und obwohl wir doch „meist über dem Limit waren“ – so die Aussage von unserem Coach Tom – hatte er nicht das Gefühl uns in unsere Schranken zu weisen, sondern stand mit Rat und Tat zur Seite, gab noch hilfreiche Anweisungen für den richten Einlenkmoment oder etwa Bremspunkt. Meinen ganz persönlichen „Clipping Point“ in der letzten Übung (ein Telefonmast) konnte ich dennoch, auch gleich seiner Bedenken, nicht mehr erwischen. Um es mit den Worten von Jarod deAnda zu sagen „PROXIMITY“. Zu Deutsch, da soll wohl nicht mehr viel Platz gewesen sein – sah im Seitenspiegel gar nicht so knapp aus. 😉

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Als Sahnestückchen gab es noch eine (Drift-)Taxifahrt mit Sascha Bert im Insignia OPC bewaffnet mit Spike-Reifen. Erst wenn du einen Rennfahrer beim „wedeln“ auf einem Eisglatten Untergrund im perfekten Drift fahren siehst und dabei beobachtest wie gemütlich und gelassen er eigentlich minimal am Lenkrad arbeitet und das alles in „Drive“ mit dem gefühlvollen Spiel am Gaspedal (und wirklich nur am Gaspedal), weißt du was „Fahrkönnen“ bedeutet. Nicht selten ist der Satz „Wir können gar nicht Autofahren“ gefallen. Auch wenn wir unter uns oft sagen „ich kann…“, „wir können…“ lasst euch eines gesagt sein, NEIN du, er, sie, es und ich können es nicht.

Bilder sagen wie immer mehr als tausend Worte, von daher, reinschauen, durchklicken und natürlich unsere ausgewählten Drifts im Video „richten“. Mario-Roman deckt derweilen mit seinem Bericht eine unschöne, aber doch lustige Wahrheit auf: der „abgesprochene“ Abflug im Insignia. Jens hat Gefallen am „Pedal to the Metal“ Fahrstil auf Eis gefunden.

*2014 durften wieder ein paar Blogger ran: Bjoern und Lisa haben schon etwas veröffentlicht.


Text: Fabian Meßner

Fotos/Video: Fabian Meßner