Mit der neuen Generation in der E-Familie haben bei Mercedes-Benz die kantigen Formen ausgedient, eher besinnt man sich nun wieder auf eleganten Rundungen und trifft damit voll ins Schwarze. So kommt auch das Coupé (C207) und Cabriolet (A207) mit der neuen eleganten, dynamischen Formensprache, die sich seit der neuen A-Klasse durch die Mercedes Modelle zieht.
Auffällig ist die neu gestaltete Front, die mit großen seitlichen Lufteinlässen einen eher sportlichen Charakter unterstreichen will, die darüber liegenden leicht elliptischen Scheinwerfer dahingegen markieren den Oberklassecharakter der gesamten E-Klasse Familie. Und mittig thront der Stern, indem sich unmengen Sicherheits- und Komforttechnik versteckt.
Über die Seitenlinie hin lässt sich die Verwandschaft zur eigenen Familie, aber auch zu anderen Mercedes-Benz Modellen erkennen, spiegelt sich in der Dachlinie doch auch die CLS Limousine wider. Störend, in meinen Augen, empfinde ich das kleine Dreiecksfenster, das den Abschluss zur C-Säule bildet und auf den ersten Blick auch die Notlösung anstatt einer künstlerischen Glanzleistung erkennen lässt. An den hinteren Kotflügeln macht sich eine markante Ausprägung bemerkbar, die “als kräftige Muskeln [...] den Heckantrieb der sportlichen Wagen betonen” sollen. Bei den Modellen mit einer größeren Motorisierung bzw. einem Sportdynamik-Paket kommt zu dem neuen und breiten Heckstoßfänger noch ein Diffusor hinzu, der nicht nur optischen Eindruck schinden soll, sondern auch aerodynamische Arbeit verrichtet.
Das Cabriolet mit Stoffverdeck bietet vier Personen ausreichend Platz, zudem muss auf keine Annehmlichkeit aus dem 21. Jahrhundert verzichtet werden. Mehrfach verstellbare Sitze in der ersten Klasse, Massagefunktion und verstellbare Wangen. Die hinteren Passagiere können sich ebenfalls in feinsten Lederbezügen wohlfühlen, während ihnen der Wind um die Nase weht. Neu ist das geschwindigkeitsabhängig geregelte AIRCAP, das Verwirbelungen im Innenraum minimiert. Bei Geschwindigkeiten oberhalb der 40 km/h Marke fährt die Lamelle automatisch aus, unterhalb von 15 km/h wird sie ebenfalls automatisch wieder in der Frontscheibe versenkt, um das Cabriolet in seiner ganzen Pracht zum Flanieren zu präsentieren.
Das Windschott zwischen den Fondkopfstützen reagiert auf die Anzahl der Insassen, die es bei geschlossenen Fondgurten automatisch erkennt, und passt die Position der ausfahrbaren Windlamelle im Rahmen der Frontscheibe sowie des Windschotts entsprechend an.
Bei den Motoren steht die Auswahl zwischen sechs Benzinern mit 184 bis 408 PS und drei Dieselmotoren mit 170 bis 265 PS. Neu und damit auch Mercedes ganzer Stolz ist der neue BlueDIRECT Vierzylinder-Benziner, der über strahlgeführte Direkteinspritzung verfügt, darüber hinaus über Piezo-Injektoren für Mehrfacheinspritzung, schnelle Mehrfunkenzündung und eine vollvariable Nockenwellenverstellung für den Ein- und Auslass.







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