Transparo Einparkmeisterschaft: Meistereinparker gekührt

transparo Einparkmeisterschaft

Nicht gewonnen, aber mindestens so viel Spaß gehabt wie die Gewinner. Das Versicherungsvergleichsportal „Transparo“ hat am Wochenende den Einparkmeister gesucht, ich hab mich auch daran versucht, aber an einer Challenge richtig die Zähne ausgebissen. Ein geiler Tag war es trotzdem.

In den Gesprächen am Abend zuvor habe ich mich immer bewusst zurück gehalten, doch Ziel war ganz klar die Eins! 2 VIP Tickets zur Formel 1 nach Monaco, da parke ich auch gerne in High Heels einen LKW ein. Dass dieser dann ohne Servolenkung auf mich wartete, war dann wieder eine ganz andere Geschichte. Sonntagmorgen, Nebel, überall nur Nebel auch etwas außerhalb von Landshut, wo wir auf dem ADAC Verkehrsübungsplatz vor den wohl bisher größten Herausforderungen standen ein Auto in eine Lücke zu bucksieren.

transparo Einparkmeisterschaft J.P. Kraemer steigt in Renault 4

Der wollte sicherlich nur helfen: J.P. Kraemer

Die erste Challenge für mich, Bjoern beschreibt sie liebevoll als „der blinde Franzose“, war für den Auftakt nicht unbedingt die einfachste, aber was an dieser Einparkmeisterschaft war schon wirklich „einfach“? Thomas Gottschalk-Gedenkbrille auf und dann nach den Anweisungen des Beifahrers einen alten ölenden Renault 4 mit Revolverschaltung in die Lücke einparken. Renault 4? Revolverschaltung? Der Renault 4 ist eigentlich auch nur ein Auto, wie jedes andere, nur eben französisch, anders und bisher hatte ich darüber nur Geschichten gehört. „Ist wie ‚a‘ ganz normale H-Schaltung“, meint der ur-bayrische Besitzer, wenn H für hakelig steht, dann hat er recht. Den Rückwärtsgang zu finden, war ungefähr so einfach, wie nachts im dunkeln nirgends anzuecken – es gibt einfachere Dinge im Leben – aber der Gang war drin, die Anweisungen kamen, also rein in die Lücke. Nach gefühlt einer Ewigkeit blindem vor und zurück korrigieren stand der Franzose in der Lücke. Tragisch nur, wie der Videobeweis und auch zahlreiche Mitstreiter schon meinten, die R4 stand bereits schon vor meinem Hupsignal perfekt für eine Wertung in der Lücke. Da hab ich Zeit liegen lassen, die ich aber gleich wieder aufholen sollte.

transparo Einparkmeisterschaft Stretch Limo

Weiß. Lang. Ein echter Amerikaner. Nein nix schweinisches, eine Stretch-Limo galt es als nächstes zu bewältigen. Meine direkten Mitstreiter in der Gruppe gaben schon gute Zeiten vor, nahmen aber auch Strafsekunden in Kauf. Das war keine Option! Perfekt oder gar nicht, es galt Zeit aufzuholen, denn die Kollegen schlugen sich an den anderen Stationen schon deutlich besser. Augen zu und durch? Nein, kurz geschaut, überlegt, nochmal durchatmen und dann rein das Ding! Voll nach rechts einschlagen, das lange Heck ist drin, fließend nach links einschlagen, noch ein kurzes Stück nach vorne und auf einmal steht die Limo drin. Ich war selbst etwas erstaunt, wie „leicht“ sich das riesige Schiff doch bewegen lässt. Sofort die Frage nach der Zeit: 23,5 Sekunden. Ordentlich. Und es kommt noch besser, keine Strafzeiten. Ich glaube ich werde Chauffeur. Auch über den gesamten Tag kam keiner an diese Zeit heran, lediglich Jan konnte mir mit 19,3 Sekunden den Tagesrekord streitig machen, bekam aber noch zehn Strafsekunden aufgebrummt.

Nach zwei Stationen, also noch vor dem Mittagessen begann die Rechnerei. Jeder schaute immer wieder auf die Tafel, was machen die anderen, wo liegt der Benchmark, wo kann ich Zeit rausholen. Auch unter den Teilnehmern steigerte sich zunehmend der Wettbewerbswille, hier wollte sich dann doch keiner mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Nach der dritten Station, die für mich die italienische Ape war – kleines putziges Dreirad, dass sie wie ein Moped steuern lässt aber nicht so fährt – hatte sich an der Spitze der Blogger Wertung ein Dreikampf zwischen Jens, Bjoern und Jan entwickelt. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wissen konnte, Moritz sollte später einen von den Dreien verdrängen.

transparo Einparkmeisterschaft Teilnehmerfeld

Nach der Mittagspause lief es für mich aber dann ähnlich schlecht, wie für einen der drei obrigen Kollegen – irgendwas müssen die mir ins Essen getan haben – sodass ich leider  aus dem Vierkampf keinen Fünfkampf mehr machen konnte, zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann bereits zu viel Rückstand auf das führende Bielefelder-Duo Jens und Jan. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich den Gewinner schon nennen darf, aber für alle Neugierigen, gibt es sicher auf der transparo-Facebookseite die offizielle Benachrichtigung. Ansonsten werdet ihr bei Jensder mit dem Rad ab – vielleicht etwas schlauer, was den Gewinner angeht.

transparo Einparkmeisterschaft Jens Stratmann

Vorfreude bei der Siegerehrung