“Der neue SEAT Leon ist eine starke und emotionale Persönlichkeit.”, schön und gut, aber er ist geschrumpft. Der neue Seat Leon zeigt sich mit mehr Kanten und Ecken als je zuvor, und doch kommt er mir nur wie ein großer Ibiza vor, noch dazu ist er in der Tat fünf Zentimeter kürzer als sein Vorgänger.
Die Rundungen sind raus, die Linie glatt gezogen und das Lifting erfolgreich abgeschlossen. Der neue Seat Leon erinnert nur mit dem Namen und vielleicht noch mit der klassischen “Hatchback”-Form an seinen Vorgänger. Da ist er seinem kleinen Bruder, dem Ibiza, schon deutlich näher. An der Front unterscheidet die beiden kaum etwas, beide tragen die kantigen Frontscheinwerfer, die beim Leon als erster in seiner Klasse vollständig durch LEDs zum Leuchten gebracht werden (gegen Aufpreis versteht sich), ebenso wie am Heck, wo runde Rücklichter und ein buckeliges Heck geraden Linien und harten Kanten weichen mussten.
Trotz fünf Zentimeter weniger soll der neue mehr Platz im Innenraum bieten, was durchaus der Wahrheit entsprechen kann, da die Dachlinie nicht mehr in einem Bogen nach hinten abfällt, sondern bis zum Heckkantenspoiler nur ganz leicht abfällt und erst dann nach unten abfällt. So könnten auf der Rückbank nun auch größer gewachsene Personen angenehm sitzen. Auffallend sind auch die zwei ausgeprägten Linien die sich über die gesamte Seitenlinie hinweg ziehen. Die vordere entspringt den Frontscheinwerfern und fällt nach einem Anstieg leicht ab, verläuft sich anschließend im Bereich der Fondtüren. Die hintere entspringt den Rückleuchten und zieht sich gerade ebenfalls bis in die Fondtüren, endet dann aber oberhalb der Türgriffe parallel zur vorderen Linie.
Im Innenraum setzt sich das Design des Exterieurs fort, ebenso finden sich hier klare Linien, lediglich die Luftauslässe werden von geschwungenen Chromleisten geziert. Die Mittelkonsole ist weiterhin zum Fahrer hin ausgerichtet, hängt aber nicht mehr so in der Luft, wie noch beim Vorgänger. Dazu hat der neue noch 90 Kilogramm abgespeckt und bietet trotz kleinerer Abmessungen, dabei aber größerem Radstand, mehr Kofferraumvolumen, nämlich 380 Liter.
Bei den Motoren greift man wie gewohnt ins VW-Regal, peppt diese aber noch etwas auf. So leistet beispielsweise die TDI-Topmotorisierung 184 PS und 380 Nm aus zwei Liter Hubraum. Ebenfalls nicht ohne der 1,8-TSI-Benziner mit 180 PS oder der besonders sparsam ausgelegte 1,6-TDI mit 105 PS und Start-Stopp-System der es laut Seat auf 3,8 Liter Diesel auf 100 km bringen soll. Bei der Kraftübertragung gibt es je nach Motorisierung die Wahl zwischen manuellem fünf- bzw. Sechsganggetriebe oder der Direktschaltgetriebe-Version mit sechs oder sieben Gängen.
Beim Infotainment-System kommt erstmals ein Touchscreen in den Leon, der je nach Ausstattung entweder in der Größe 5,0 Zoll oder sogar 5,8 Zoll inklusive 3D Darstellung im Armaturenbrett Platz nimmt. Zu den Preisen ist derzeit noch nichts bekannt, starten könnte der neue aber ab ca. 16.000 Euro.




