Mehr als einen Monat konnte ich meine Vorfreude auf den ersten richtigen Testwagen nun bündeln. Die Frage bleibt, ist die Euphorie auch nach den ersten 24 Stunden immer noch genauso hoch wie vor eineinhalb Monaten?
Der erste Testwagen hat nicht gerade einen leichten Stand, denn in den letzten Wochen und Monaten durfte ich in Autos Platz nehmen, von denen manchen nur Träumen können und mich dafür auch nicht immer unbedingt mit Lobgesang empfangen, aber das gehört dann auch irgendwie dazu. Aus diesem Gesichtspunkt verstehe ich persönlich dann auch gut, dass ich wiederum in einem Toyota Auris Hybrid belächelt werde. Zugegeben, er ist definitv kein Rennauto, aber dafür hat er ganz andere Qualitäten.
Nachdem ich am Donnerstag endlich den richtigen Eingang bei Toyota Deutschland gefunden hatte – ist ja nicht gerade ein kleines Gelände -, gab es auch schon direkt nach einer Unterschrift den Schlüssel und los ging’s. Der erste Eindruck: der Kofferraum könnte etwas größer sein, aber gut, meine Tasche passt hinein, so muss ich schon mal nichts hier lassen (Die Batterie, die direkt hinter der Rückbank angebracht ist und so auch teilweise in den Kofferraum hineinragt, nimmt nicht übermäßig Platz weg, der Auris Hybrid hat trotzdem noch einen großen Nutzwert).
Platz nehmen im futuristischen Cockpit – drin bin ich schon mal. Keyless-Go war mir dann auch nicht fremd, den blauen Power Knopf gedrückt und plötzlich leuchtet alles. Kein Motorgeräusch. Egal, Zündung an reicht auch erst einmal, denn ich musste noch mein Ziel im Navi eingeben. Das ist leichter gesagt als getan, denn obwohl ich in meinem Leben vom Aldi-Navi bis zum High-End-Becker/Navigon schon so einiges an Navigationssystemen gesehen habe, wollte mir nicht auf Anhieb klar werden, wie ich nun nach der Zieleingabe, die Zielführung einleite. Gut, dass es für Notfälle immer noch das Smartphone gibt, also schnell die Navigon-App gestartet und eigenhändig navigiert. Dann mal los, beim Lösen der Bremse ist dann auch mir aufgefallen, dass der “Motor” doch schon lief bzw. die Restenergie der Batterie im Heck ausreichte, um vom Hof zu fahren.
Kurz vor der Autobahnauffahrt habe ich mir und dem Navi dann doch nochmal eine Chance gegeben auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen et voila, ich habe den magischen Punkt auf dem Touchscreen erwischt. Die Zielführung beginnt…
Grob gesagt, der Erstkontakt war nicht unbedingt fließend, er war holprig, aber nach knappen 24 Stunden, dem ersten Einkauf, über 400 Kilometer und dem ersten Fotoshooting sind der Auris HSD und ich auf einer Wellenlänge. Erst kurz vor Ende der ersten 24 Stunden habe ich sogar herausgefunden, dass Toyota, anders als die meisten anderen Hersteller, die Musik vom iPhone auch ohne teures Upgrade direkt über USB abspielen kann. Einen kurzen Auslick noch auf den ausgiebigen Testbericht, der in ein paar Tagen folgt: der Auris Hybrid kommt mit der Autobahn klar, eine Reisegeschwindigkeit von 140 km/h ist überhaupt kein Problem, allerdings ist der Weg dahin dann doch ein klein wenig mühsamer als erwartet. Sein Steckenpferd ist die Stadt oder noch besser gesagt der Stau. Das elektronische Dahingleiten (eine volle Batterie-Anzeige macht’s möglich) ist ein Traum, selbst für mich, der mit dem Gedanken an ein Sportcoupé spielt. Nicht nur ist das entspannte und lautlose Anfahren für mich als absoluten Stadt-Meider ein Traum, den ich bisher nie hatte und zudem nach zwei Wochen wohl auch stark vermissen werde, sondern auch die Blicke, die man auf sich zieht, wenn man lautlos davon fährt. Selbst ein C63 AMG kann da nicht mehr mithalten.
Ich bin gespannt, was ich in den kommenden zwei Wochen noch so alles mit dem Toyota Auris Hybrid erleben werde, wie die Menschen (teilweise auch verschiedener Bundesländer) auf dieses Auto reagieren werden und ob wir gemeinsam den hohen Spritpreisen trotzen können.





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Der Titel kommt mir irgendwie bekannt vor :p
Schöner Text.
Da hat sich jemand aber Mühe gegeben. Wäre fast ein Test für mich
vielen Dank für das Lob, der Test wird wohl noch etwas umfangreicher und geht mehr auf Details ein
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