Ersteindruck: Mit dem 2012er Audi A3 durch die Serpentinen

Audi A3 2012 Internationale Pressepräsentation auf Mallorca

Vor einigen Wochen ereilte mich die Einladung von Audi den neuen 2012er Audi A3 (8V) auf Mallorca im Rahmen der Internationalen Pressepräsentation zu „erfahren“. Gespannt war ich schon auf den frischen Kompakten aus Ingolstadt, nicht zuletzt weil mir die Formsprache des Vorgängers nicht gänzlich gefiel. Ein weiterer Grund für das Beschnuppern liegt vor allem daran, dass ich auch die Absicht habe noch Ende des Jahren einen Neuwagen zu kaufen, der eben genau jener Fahrzeugklasse entspricht und der Wettbewerb ist erbittert, denn Mercedes feuert die A-Klasse mit komplettem Stilbruch im positiven Sinne gerade auf die Konkurrenz und junge Leute ab.

Folglich nahm ich natürlich gerne die Einladung an, und mit mir auch einige weitere Blogger. Kaum angekommen machte die Nervennahrung ihrem Namen alle Ehre – auf dem Parkplatz:

Die Qual der Wahl – die Motorisierung und das Getriebe

Genau die Auswahl an Motoren besperrte einigen Kopfzerbrechen, man hatte die Wahl zwischen jeweils zwei Otto- und Dieselmotoren. Da mein Kollege und guter Freund Daniel, der auch schon die ersten Impressionen von der Präsentation online gestellt hat, und ich beide derzeit einen Benziner fahren, begaben wir uns folglich erst einmal mit dem „kleinen“ 1.4 TFSI mit 122 PS auf den Weg. Der kleine, stellte sich allerdings als ganz großer an – auf der kürzesten Teststrecke hatte ich richtig Spaß daran den leichtesten Motor, der im neuen A3 verbaut ist, auf Touren zu bringen, ich fühlte mich pudelwohl – ich saß zwar in einem kompakten Fahrzeug, hatte aber den Eindruck in einem größeren und stärker motorisierten Wagen zu sitzen. Zu loben ist vor allem die „cylinder on demand“-Technik, die zuerst im Audi S8 verbaut wurde und nun im 1.4 TFSI zu finden ist. Dabei wird mittels dem valvelift-System was quasi nichts weiteres ist als die Verschiebung der Nockenwelle im Teillastbereich um mehrere Millimeter damit bestimmte Zylinder aufgrund der elektronisch deaktivierten Krafstoffzufuhr und der fehlenden Betätigung der Zylinderventile vorerst „arbeitslos“ sind, durch die fehlende Verbrennung in diesem Fall in zwei Zylindern, wird Sprit eingespart – das ist gut und schützt die Umwelt ;). Doppelt sogut ist es aber, weil es so reibungslos funktioniert und der Fahrer wirklich, aber auch wirklich gar nichts von dem ganzen mitbekommt. Und bei Leistungsabruf, sprich Beschleunigung bilden die Zylinder direkt wieder ein harmonisches Quartett.

Audi A3 2012 Ambition S-Line vor mallorquinischem Haus

Ein direkter Vergleich musste her, so fuhren wir den 400 Kubikzentimeter Volumen größer motorisierten Benziner aus – zweimal Benziner zweimal 6-Gang-Schaltgetriebe. Das erste Beschleunigen auf der Autobahn war wie ein Erdbeben. Beide Motoren leisten zwar 250 Nm Drehmoment (einzige Ausnahme ist der 1.8 TFSI S tronic quatto mit einem Output von 280 Nm, den ich leider nicht durch die malerische Landschaft Mallorcas jagen konnte. Ich hoffe dies aber hier bald nachholen zu können. Mario hat den Kompaktsportler mit den schwarzen, breiten Schlappen ordentlich durch die engen Kurven gejagt – hier geht’s zu seinem ausführlichen Bericht. Dass er die Schätzchen immer mit am geilsten ablichtet, ist bekannt und alleine deshalb hier klicken.), haben aber unterschiedliche Drehzahlgrenzen was das Leistungsband angeht, beim 1.4er fällt der Powerzuwachs bereits nach 3.500 U/min wieder ab, der 180 PS-Motor aber beansprucht einen konstanten Leistungsanspruch bis 5.000 U/min.

Audi A3 2012 1.6 TDI Ambition Heckansicht

Weiter ging’s mit den Selbstzündern: der Misanorote 1.6 TDI machte den Anfang. Ich fahre selten Dieselfahrzeuge, bin aber immer von der frühen Kraftentfaltung begeistert. Klar, ein 105 PS starker Diesel steht nicht unbedingt für sportliches Fahren, dennoch machte die „Juckelei“ durch die anspruchsvollen Serpentinen unter Kieferbäumen Laune, allerdings merkten wir bei langsamer Fahrt die fehlende Leistung an Steigungen – hier hieß es radikal runterschalten, bevor wir absaufen. Ich traue mir hier keine konkrete Wertung abzugeben und das kann ich auch gar nicht – wie gesagt, es handelt sich um einen Ersteindruck und der kleine Diesel ist ideal für’s flache Land wie hier am Niederrhein und Menschen die nicht jeden Tag von einem Termin zum anderen hetzen müssen und dazu am Wochenende auf die Rennstrecke wollen. Ich kann ihn mir echt gut als Alltagsauto vorstellen, doch dafür wird wohl der Funfaktor auf der „langen Geraden“ fehlen.

Audi A3 2012 2.0 TDI Ambition in Eissilber in einem kleinen Dorf in Mallorca

Ganz anders, der 2.0 TDI in Eissilber mit satten 320 Nm und daraus generierten 150 PS – die Zahlen machen sich gut auf dem Papier und der Fahreindruck war erstklassig, Leistung auf Abruf und „ohne Ende“. Das 6-Gang S tronic-Getriebe schaltete butterweich und machte was ich wollte. Schaltwippen (optional verfügbar) sind für mich einfach Pflicht bei der Wahl eines Automatikgetriebe und garantieren Fahrspaß in (fast) allen Situationen. Ich fand auch die Laufruhe für einen Diesel bemerkenswert, der 1.6 TDI wurde da schon deutlich lauter beim Strampeln.

In allen Modelle findet sich auch die Fahrdynamikeinstellung (drive select) wieder. Über einen Schalter kann zwischen verschiedenen Fahrmodi umgeschaltet werden, die somit u. a. den Charakter des Fahrzeugs noch einmal etwas anpassen können. Grundsätzlich stehen vier Modi zur Auswahl: dynamic (sportliches Fahren), comfort (komfortables Reisen), efficiency (spritsparende Fahrweise) und auto (automatische Abstimmung auf die aktuelle Fahrweise). Die Aktivierung einer Einstellung verändert daraufhin die Sensitivität des Gaspedals, also das Anspruchsverhalten des Motors bei der Beschleunigung, die elektro-magnetische Servolenkung, der Fahrwerksabstimmung und falls ein Automatikgetriebe vorhanden ist, auch die S tronic. Da die Profile auch während der Fahrt direkt Anwendungen finden, ist vor allem beim Wechsel von dynamic zu einem der anderen Profile und umgekehrt Vorsicht geboten, da dementsprechend oder besser gesagt vor allem die veränderte Unterstützung der Servo-Lenkung ein komplett anderes Fahren bzw. Kurvennehmen zulässt. Bis zu einem gewissen „gesunden Grad“ kann der Fahrer auch selbst damit verbundene Einstellungen via MMI (siehe unten) nachjustieren.

Das Cockpit – zwischen Lounge und Kommandozentrale

Tür auf, ab auf den Fahrsitz: „Kann man den Fahrersitz auch als Bürostuhl mit Rollen ordern“, war mein erster Gedanken. Weder meine Couch noch meine Stühle Zuhause sind so bequem: egal ob die S-Line-Sportsitze oder die normalen Sportsitze, egal ob Leder oder Stoffbezug, man sitzt schlicht und einfach überall gut. Normalgroße Mitfahrer, die im Fond Platz nehmen müssen, werden sich auch nicht beschweren. Natürlich bevorzuge ich Leder, vor allem die capriorangen Bezüge haben mir gut gefallen, Ziernähte generell in Kontrastfarben sind klasse, aber dieses starke orange als Kontrast zum schwarz ist genau nach meinem Geschmack. Hier heißt’s einfach einsteigen und im Wohnzimmer sein. Die einheitlichen Farbabstimmung hingegen würde ich selbst niemals kaufen, das macht mir dann doch den Innenraum zu schlicht, ein bisschen Farbspiel darf schon sein.

Übrigens waren Camillo und Simon auch Offroad unterwegs, Bilder werden von den beiden garantiert in den nächsten Tagen noch hochgeladen. Ich hab’s ja schon angekündigt, Camillo wollte sich noch etwas intensiver mit dem Interior (Ambition capriorange) auseinander setzen, hier sein Post dazu! Auch Kim, der designlovr, hat sich näher mit dem gesamten Styling des Fahrzeugs offline wie auch online beschäftigt.

Derweil hat Enno sich u. a. auch nochmal genauer mit den Dekoreinlagen beschäftigt und zeigt sich ein bisschen erbost über den designtechnisch abgehobenen Drehknopf zur Gebläseregulierung – man muss eben schon genau hinschauen, um Macken zu finden!

Audi A3 2012 Ambition Aluminiumzierleiste in Tür

Die Haptik ist ausgezeichnet um es vorweg zu nehmen. Alles ist gewohnt hochwertig verarbeitet und der Materialmix lässt das Innendesign in neuem Glanz erscheinen, vor allem die fast durchgehende Zierleiste im Armaturenbrett, die sich auch über die Türen nach hinten erstreckt weisen auf ein Premiumfahrzeug hin.

Audi A3 2012 Ambition S-Line Lenkrad

Das Lenkrad in der S-Line-Ausführung würde ich nicht missen wollen – griffig, designtechnisch genau meinem Geschmack entsprechend und mit der kompletten Lenkradsteuerung für das MMI ausgestattet.

Audi A3 2012 Detailaufnahme Luftdüse

Die Bedienung der Luftdüsen im Innenraum ist denkbar einfach, Räder und Fixierpunkte gibt es quasi keine mehr, stattdessen dreht man einfach die runde Düse in die gewünschte Richtung und verändert durch ein Herausziehen des mittleren Kreises bzw. Hineindrücken die Größe des Luftstroms. Durch Drehen des umrahmenden Rings nach rechts wird die Düse geschlossen.

Audi A3 2012 Ambition Klimaanlagensteuerung

Kippschalter, die zentral in der Mittelkonsole für Fahrzeugfunktionen verbaut wurden wie dem drive select, Warnblickanlage, PDC, ESP, Anfahrhilfe und Monitorsteuerung sind aus ergonomischer Sicht gut platziert und bringen Abwechslung in die Mittelkonsole, wo man sonst häufig in der Autoindustrie nur Knöpfe findet. Dazu kommen noch Aluminiumkippschalter beim MultiMedia-Interface (kurz MMI), die unbeabsichtigt betätigte Funktionen vermeiden, zudem hat man sich schneller im MMI zurecht gefunden, da die Schalter natürlich nicht in die Mittelkonsole eingelassen sind, sondern etwas hervorstehen. Als Kritikpunkt fiel die Drehrichtung des Dreh- und Drückstellers, der auch das MMI touch beherbergt, in’s Auge, hier muss man z. B. in Listen (Musikplaylists, Adressen bei der Navigation, etc.) durch das Drehen nach Links nach unten scrollen. Ich persönlich bin allerdings durch Apple-Produkte das Drehen in die genau entgegen gesetzte Richtung für diese Funktion gewöhnt – nach ein paar Stunden Nutzung des Drehschalters hatte ich aber den „Dreh“ raus (gut wäre eine Einstellungsmöglichkeit der Richtung der Drehbewegung des Schalters gewesen).

Audi A3 2012 MMI-Terminal im Ambitionpaket

Jetzt aber zu der schönsten Neuerung der Bedienung des Infotainmentsystems: das MMI touch. Man kann nämlich nun bei allen Funktionen des MMI die eine Eingabe von Schriftzeichen erfordern mit dem Finger den geforderten Buchstaben auf die Oberfläche des Dreh- und Drückstellers zeichnen oder malen, das hängt natürlich ganz vom individuellen Talent ab, die Software, die mein Gekritzel – und ich habe schon so eine Sauklaue – analysierte und den Buchstaben übernahm, lag immer richtig. So können auch bequem Suchbegriffe oder gar ganze Adressen während der Fahrt ohne hinzuschauen eingeben werden.

MultiMedia-Interface – (soziale) Informationsflut

Audi A3 2012 Ambition Mittelkonsole Cockpit

Auf der kleinen Insel hat uns die Navigation auf dem 7″ großen oder soll ich eher riesigen, versenkbaren (wenn ich ihn nicht brauche, verschwindet er einfach) Monitor stets den richtigen Weg zum Ziel gezeigt, alle Informationen konnten hervorragend abgelesen werden und die grafische Darstellung war übersichtlich. Doch das ist noch lange nicht alles was der schlanke Monitor anzeigen kann, neben den Standardfunktionen wie Unterhaltung (Wiedergabe von Musik via Radio, Handy, Festplatte oder CD), Kommunikation (Zugriff auf das gekoppelte Handy), Navigation und Fahrzeug- sowie MMI-Einstellungen wurde das System nämlich um wertvolle Funktionen bereichert die sich fast ausschließlich im Audi connect-Modul finden lassen.

Audi connect ist einfach Gesprochen der Infotainmentbereich, der das Fahrvergnügen infomativer und sozialer macht – durch die Vernetzung des Autos mit dem Internet. Das MMI Navigation plus verfügt über ein UMTS-Modul, welches es dem Fahrer oder auch Beifahrer erlaubt auf diverse Funktionen zu zugreifen.

Jeder der ein Smartphone besitzt, weiß was Apps sind – das MMI jetzt auch. Via Apps lassen sich relevante Daten aus dem Internet abrufen und/oder senden, bspw. das Wetter am Ankunftsort kann ermittelt werden, Verkehrsinformationen können in die aktuelle Navigationsroute gespeist werden, twitter-Nachrichten können abgerufen und gesandt werden, über Facebook können die Timeline aufgerufen, Nachrichten angezeigt oder Veranstaltungen gefunden werden. Die Eingabe erfolgt via MMI touch oder Drehsteller, was natürlich bedeutend länger dauert. Alternativ stehen auch z. B. für tweets bestimmte Textbausteine zur Verfügung. Alle abgerufenen Informationen können dabei auch vom System vorgelesen werden, was während der Fahrt sowieso nur so möglich ist, da Textnachrichten nur im Stand auf dem Monitor angezeigt werden (man kennt dieses Sicherheitsregelung aus dem TV-Modul des MMI). Doch interessanter finde ich die Integration von Google Street View und den Satellitenbilder von Google in das Navigationssystem. Hier wird das Kartenmaterial des MMI verwendet und nur die Bilder von Google darüber gelegt – das Beste aus beiden Welten, aktuelles Kartenmaterial mit detailreicher Optik. Zoomt man jetzt via Drehsteller bei der Navigation auf einen Punkt auf den dargestellten Karten hinein, erscheint die aus dem Browser gewohnte 360°-Ansicht auf dem Bildschirm und man kann sich dort genauso wie gewohnt umschauen. Hilfreich um schöne oder vermutete Stellen in der Nähe auszumachen. Allerdings hat es mir die Google-Bildersuche richtig angetan: man schaut sich einfach Bilder, die in der Nähe des aktuellen Standpunkt geschossen wurden an oder sucht nach welchen, z. B. haben wir ein Bild des Marktplatz eines kleinen Fischerdorfs gefunden, ich kann nun direkt auf Zielführung starten drücken, denn das Navi übernimmt direkt die Geo-Tags (geographische Koordinaten, wo das Bild entstanden ist) als Ziel. Analog funktioniert dies natürlich auch bei der Google-Suche nach Geschäften oder Adressen in der Nähe oder bei Facebook-Veranstaltungen. Los geht’s zur nächsten Party!

Vergessen vorher noch zu tanken? Kein Problem, den günstigsten Spritpreis ermittelt die Tankstopp-App. Hier wird durch Kooperation mit verschiedenen länderspezifischen Partnern gewährleistet, dass die aufgrund des aktuellen via GPS ermittelten Standort aus der Datenbank abgerufenen Preise überhaupt verfügbar und möglichst aktuell sind. Solange die Legislative allerdings in Deutschland Tankstellenpächter noch nicht dazu verpflichtet selbst die Krafstoffpreise einer Datenbank zu übermittelt ist der Gehalt der Informationen natürlich immer fraglich, da die Aktualisierung durch den Menschen händisch erfolgt. Lücken sind so kaum vermeidbar und dies gilt global. Dass solch eine Möglichkeit verfügbar ist, gefällt mir dennoch.

Ein weiteres tolles Feature, das für mich das Radio komplett ersetzen würde, da mir die meiste Zeit die gespielte Musik nicht zusagt und die Nachrichten auch nicht mehr unbedingt aktuell sind, ist die mit Service-Nachrichten betitelte Funktion, die es erlaubt RSS-Feeds abzurufen und vorzulesen.

Ein WLAN-Hotspot kann natürlich auch durch das MMI bereit gestellt werden, also absolut bloggertauglich.

Eine SIM-Karte im Auto ist in den meisten Fällen unerlässlich, da viele Handyhersteller aufgrund einer Sperrung des sog. Sim-Access-Profiles zumindest die Datenübertragung des mobilen Telefons nicht über das MMI erfolgen kann. Dennoch ist es sinnvoll das Handy in die dafür vorgesehene Audi phone box zu deponieren, da hier zum einen die Schnittstelle zum MMI via Datenkabel erfolgt, zum anderen aber auch das Empfangssignal durch Kopplung mit der Planar-Antenne, die sich im Boden des Ablagefachs befindet und das Signal dann über die Dachantenne verstärkt. Ob’s funktioniert kann ich nicht genau sagen, ich hatte jedenfalls immer Empfang. Ein weiterer Vorteil der gepolsterten Box ist die Abschirmung von Handystrahlung zur Fastgastzelle.

Fahrassistenzsysteme

Ehrlich gesagt habe ich mich gar nicht groß mit den Sicherheitssysteme beschäftigt, da  das Zeitfenster einfach hätte größer sein müssen, zum anderen aber auch weil manche Situationen sich nicht einfach sich so zutragen, wie gerade für eine Demonstration des Systems hätten geherrscht haben müssen.

adaptive cruise control-System (ACC) war eines der FAS, die ich bei den Fahrten testen konnte, dabei überwachen Radarsensoren bei einer Fahrgeschwindigkeit von 30 – 150 km/h die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug. Der eingestellte Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug wird automatisch durch Bremsen und Beschleunigen eingehalten. Das System lässt sich einfach über den Blinker einstellen: Sensitivität (bei Audi dynamic genannt) und Abstand lassen sich in vier Stufen einstellen.

Audi A3 2012 Instrumententafel Verkehrszeichenleser

Es gibt ja Leute, die müssen sich wie wild auf den unmittelbaren Vordermann im Straßenverkehr konzentrieren, wer also nicht immer achtsam an den Straßenrand schaut (na na na), der dürfte dank der Fahrzeichenerkennung in Zukunft keine Tickets mehr wg. Missachtung von Tempolimits oder Überholverboten bekommen, sofern man denn einen Blick auf die kleine Anzeige im Boardcomputer oben rechts achtet. Ein weiteres System, was dem Fahrer die Arbeit abnimmt und äußerst praktisch ist, hört auf den Namen Side Assist und warnt vor Fahrzeugen, die mich gerade überholen und sich dabei im toten Winkel befinden. Jens hat es kurz und prägnant hier erklärt.

Das Parkassistenzsystem mit Parksensoren ist ja heute schon fast Standard in Neuwagen, hieran gibt es auch nichts auszusetzen. Es funktioniert so wie es soll, Hindernisse werden präzise erkannt und bei eingeschlagenem Lenkrad wird der benötigte Raum für das Rangieren schlicht aber effektiv durch geschwungene Linien dargestellt.

Coupéhafte Athletik

Audi A3 2012 1.6 TDI Ambition Front Misanorot

Anders als sein Vorgänger ist der 8V, so die interne Typenbezeichnung, kantiger geworden, dieser Trend zieht sich ja geradewegs durch die gesamte Modellpalette von Audi. Das Antlitz ist aufgearbeitet – das Markengesicht wartet nun mit einem sechs-kantigen Singleframe-Kühlergrill auf, der mit leichter Chromverzierung auf das gewisse Extra hinweißt. Die ebenfalls neue Scheinwerferform ist aufregend und sticht hervor – es tut mir Leid, aber die Audi-Front gefällt einfach und ich kann es mir einfach nicht aus dem Kopf streichen: das Markengesicht zeigt schon direkt den Bad Boy im Anzug.

Audi A3 Ambition 2012 1.8 TFSI S-Line Misanorot Mallorca

Der Eindruck von sportlicher Eleganz wird noch durch die nach vorn verlagerte C-Säule und das stärker abfallende Dach verstärkt. Der auf 2,60 m vergrößerte Radstand sorgt nicht nur für mehr Platz im Innenraum sondern auch für besseres Handling. Der kurze Überhang vorne, der auf die etwas zurückverlagerte Vorderachse (Hallo, MQB) zurückzuführen ist, schien auch wirklich eine sehr gute Gewichtsverteilung mit sich zu bringen. Die Tornadolinie an der Seite hält sich bedeckt, fällt aber optisch weitaus mehr auf als der glatte Schweller, dieser spiegelt zwar Eleganz wieder, aber hier würde ich das S-Line-Paket dazu ordern wollen. Am Heck hat sich viel getan, „weibliche Rundungen“ adé. Die in die Heckklappe eingelassenen Rückleuchten die unten nach innen schmaler werden lassen das Auto extrem breit und trotz gleicher Höhe zum Vorgänger auch deutlich niedriger wirken.

Alles in allem überzeugt der neue Audi A3 durch und durch. Ich fühlte mich wie daheim und konnte intuitiv das Fahrzeug inkl. MMI bedienen. Würde ich mich nach dem Ersteindruck für ein Fahrzeug entscheiden müssen – so würde mein Wahl wohl auf den 2.0 TDI fallen. Kraftvoll und spritsparend, klar das liegt nunmal in der Natur der Dieselmotoren und seinem Durststiller, aber mit Blick auf meine Jahresfahrleistung und der damit zu erzielenden Sparquote durch einen weitaus geringeren Spritverbrauch als bei einem vergleichbaren Benziner bei flotter Fahrt würde sich das größte Dieseltriebwerk wohl lohnen. Der Basispreis in der Ausstattungslinie Ambition schlägt mit 28.200 € ordentlich zu Buche, denn ich würde mir natürlich noch weitere Extras wünschen. Man sieht also auch am Preis, dass hier sicherlich nicht direkt ein Single nach erfolgreicher Ausbildung, wahrscheinlich auch kein Student direkt nach seinem einjährigen Traineeship in’s Autohaus seines Vertrauen watschelt und zu diesem Premiumkompakten greift. Bei einem Fahrzeugpreis von ca. 35.000 € sitzt nicht mehr der junge Student dem Autoverkäufer gegenüber, sondern die sportliche, junge Familie mit Kindesglück – Rob hat übrigens die Preisliste genauestens studiert und zeigt euch, was den Preis so hoch treibt. Dies hier ist aber keine Kaufentscheidung, sondern ein Ersteindruck der verschiedenen Motorisierungen bzw. Ausführungen, hier geht’s um die Autophorie Euphorie und die Emotionen, die der neue Audi A3 auslöst und die sind durchweg positiv. Manches gönnt man sich ja und ist glücklicher damit mehr Geld ausgegeben und seinen Traum verwirklicht zu haben – Emotionen und rationales Handeln können einfach nicht verknüpft werden, wie sähe sonst unsere Welt aus?

Vielen Dank für die Einladung, die super Betreuung vor Ort und die netten, informativen Gespräche, Audi. Ich habe mich auch gefreut die bunt gemischte Tüte mit Bloggern kennen zu lernen. Danke dafür!

Nächste Woche nehme ich euch nochmal mit auf eine Runde rund um die Insel, dann taufen wir nämlich hier unseren Youtube-Channel.

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  19. Schöner Bericht von einem schönen Auto!

    Hoffentlich ist die Qualität besser als beim alten Modell…
    – defekter Zylinderkopf von Anfang an…. nach vier Reperaturversuchen Tausch auf Garantie
    – Defekter Abgastemperatursensor und defekter Fensterheber vier Wochen nach Ablauf der Garantie 🙁

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